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23.10.11 VELUX EHF CL: Sieg in Renatos Heimat
24:23 (17:10)-Erfolg bei RK Cimos Koper
Für HSV-Nachverpflichtung Renato Vugrinec war es gegen RK Cimos Koper ein ganz besonderes Spiel, dass er mit dem HSV 24:23 (17:10) gewinnen konnte. Denn vor seinem Wechsel zum Deutschen Meister trainierte er bei Koper um handballerisch fit zu bleiben und sein Haus, in dem seine Frau und seine drei Kinder leben, ist nur ein paar Minuten von der Spielhalle Sportna Dvorana Bonifika entfernt. Dort kam der HSV in ausverkaufter Halle gut in die Partie, stellte eine stabile Abwehr und hatte in Johannes Bitter erneut einen guten Rückhalt im Tor. So konnten die Hamburger viele schnelle und einfache Tore über den Gegenstoß erzielen und lagen bereits zur Halbzeit mit 17:10 in Front. In der zweiten Hälfte verlor der HSV seinen Faden, das Team von Trainer Fredi Radojkovic gab nie auf und konnte, durch viele Nachlässigkeiten des HSV, seinen Rückstand Tor um Tor verkürzen. Zehn Minuten vor dem Ende musste der HSV Handball sogar den Ausgleich hinnehmen, aber kam nach einer spannenden Schlussphase zu einem, aufgrund der ersten Hälfte verdienten, 24:23-Sieg an der Adria. Damit belegen die Hamburger, für die Balzenko Lackovic mit fünf Toren der beste Werfer des Abends war, weiterhin ungeschlagen den ersten Platz in der Gruppe C. Michael Kraus und Marcin Lijewski (beide im Aufbautraining) sowie Marcel Schliedermann (Mandelentzündung) reisten nicht mit nach Slowenien und bereiten sich in Hamburg weiter auf ihre Rückkehr ins Mannschaftstraining vor.
Stabile Abwehr führt zu deutlicher Pausenführung
Renato Vugrinec erzielte in seiner Heimat das erste Tor des Abends zur 1:0-Führung für den HSV (1. Minute). Der musste zwar postwendend den Ausgleichstreffer hinnehmen (1.), kam aber gut ins Spiel und stellte eine stabile Abwehr. Diese zwang die Gastgeber zu Fehlern, aus denen fünf Tore in Folge resultierten. So stand es nach neun Minuten und Blazenko Lackovics erstem Treffer bereits 6:1 für den HSV. Bis zur elften Minute verkürzte Koper auf 3:7, doch Renato Vugrinec traf erneut zum 8:3 für die Hamburger (12.). Nach dem 10:5 (17.) durch Bertrand Gille und dem sechsten Tor der Gäste zum 6:10 nach 18 Minuten, baute der Meister seine Führung durch drei Tore in Folge bis auf 13:6 (19.) aus. Über das 14:7 durch Domagoj Duvnjak (24.) und das 15:8 durch Matthias Flohr (27.) behielt der HSV seine Sieben-Tore-Führung. In der Schlussphase der ersten Hälfte fielen die Tore gleichmäßig auf beiden Seiten und der HSV, der bereits in der ersten Hälfte alle Feldspieler einsetzte, ging mit einer verdienten 17:10-Führung in die Pause.
Den Faden verloren aber knapp gewonnen
Die zweite Halbzeit sollte das genaue Gegenteil der ersten Hälfte werden. Bis zur 33. Minute fiel nur ein Tor auf jeder Seite und so erzielte Renato Vugrinec das 18:11, nachdem Dan Beutler seinen ersten Siebenmeter halten konnte. Nach zwei Treffern der Gastgeber, erzielte Hans Lindberg von der Linie das 19:13 (40.), bevor der HSV seinen Faden verlor und den Gästen fast zehn Minuten lang kein weiteres Tor gelang. Die Abwehr stand zwar weiterhin gut, aber konnte nicht verhindern, dass sich die Mannschaft von Fredi Radojkovic Tor um Tor heran kämpfte. In der 48. Minute fiel der Ausgleich zum 19:19, der die Hamburger wieder etwas aufweckte. Blazenko Lackovic und Domagoj Duvnjak brachten ihr Team bei 21:19 (50.) wieder mit zwei Toren in Front, aber Koper konnte erneut zum 21:21 ausgleichen (52.). Blazenko Lackovic erzielte mit seinem 150. Champions League-Tor für den HSV die nächste Führung (53.), die das Team von der Adria in der 55. Minute aber wieder ausgleichen konnte. Nach einem weiteren Treffer auf jeder Seite stand es kurz vor dem Schlusspfiff 23:23, bevor Dan Beutler seinen zweiten Siebenmeter parierte und Hans Lindberg die letzte und entscheidende Führung für seine Farben zum 24:23 (60.) erzielte. RK Cimos Koper hatte zwar noch einen Angriff, aber scheiterte mit dem letzten Wurf erneut an Dan Beutler, der so den nächsten Sieg für den HSV festhielt. Der HSV gewinnt damit, aufgrund der ersten Hälfte verdient, mit 24:23 (17:10) und führt die Tabelle in der VELUX EHF CL-Gruppe C weiter Verlustpunktfrei an.
RK Cimos Koper: Vran (11 Paraden, 1.-60.); Podpecan (1 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Krivokapic 5, Skoko 4, Rapotec 4, Bombac 3, Poklar 2, Skube 2, Dobelsek 1, Brumen 1, Osmajic 1, Dzono, Mlakar, Bogunovic, Cemas n.e., Bundalo n.e.
HSV Handball: Bitter (10 Paraden, 1.-58.); Beutler (3/2 P., 59.-60. und für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lackovic 5, Lindberg 4/3, Duvnjak 3, Vugrinec 3, Jansen 3, Flohr 2, Schröder 1, Vori 1, B. Gille 1, Hens 1, G. Gille
Siebenmeter: 2/4 – 3/4 (Beutler pariert gegen Poklar und Krivokapic – Lindberg scheitert an Podpecan)
Zeitstrafen: 1 – 2 (Osmajic – Vori, B. Gille)
Schiedsrichter: Michal Badura / Jaroslav Ondrogrecula (SVK)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (1.), 1:3 (5.), 1:6 (9.), 3:8 (12.), 5:8 (15.), 5:10 (17.), 6:11 (19.), 7:13 (20.), 7:14 (24.), 8:14 (27.), 9:15 (28.), 10:17 (30.) - 11:18 (33.), 12:18 (38.),13:19 (40.), 16:19 (44.), 19:19 (48.), 19:21 (50.), 21:21 (52.), 22:22 (55.), 23:23 (57.), 23:24 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Die erste Halbzeit war super. Die zweite Halbzeit war natürlich nicht gut. Zwei Tore in 17 Minuten gehen nicht, daran müssen wir arbeiten. Mit den ersten 33 Minuten bin ich zufrieden, aber dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir gewonnen haben. Das war unser Ziel und nur das zählt.“
Renato Vugrinec (Rückraumspieler HSV Handball): „Zwei Punkte gewonnen – mehr auch nicht. Wir hatten genug Möglichkeiten hier viel deutlicher zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit hat aber ausnahmslos jeder Spieler zu viele Fehler gemacht. Am Ende war es aber auch nicht nur Glück hier doch noch zu gewinnen.“
Dan Beutler (Torhüter HSV Handball): „In der ersten Halbzeit hat alles super gepasst. Der Torwart, die Abwehr und der Angriff. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir wohl gedacht, dass Spiel wäre schon vorbei. Es war am Ende ein ganz hartes Stück Arbeit doch noch die zwei Punkte mitzunehmen.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Bis zur 33. Minute hatten wir alles unter Kontrolle. Dann haben wir aber alles über den Haufen geworfen und vergessen wie Handball funktioniert. Dann hält der Torwart gut und wir treffen Pfosten und Latte. So ein Spiel kann man dann auch verlieren. Das haben wir aber nicht und das war heute wichtig.“
Notiz zum Spiel:
- Blazenko Lackovic erzielte in der 53. Minute mit seinem fünften Tor zum 22:21, seinen 150. Champions League-Treffer für den HSV Handball
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