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27.03.11 Sonntags-Sieg! 33:23 (14:10) gegen Melsungen

Schwalb-Team verteidigt Vorsprung an der Tabellenspitze

Der HSV Handball bleibt in der TOYOTA Handball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Nur drei Tage nach dem Champions League-Erfolg gegen Valladolid besiegten die Hamburger in der heimischen O2 World die MT Melsungen mit 33:23 (14:10). 8.958 Fans sahen eine über weite Strecken gute Bundesliga-Partie, in der die Gastgeber den Ton angaben und in Igor Vori ihren besten Werfer hatten. Dem Kroaten gelangen in 60 Minuten sechs Treffer. Durch den Sieg gegen den Tabellenvierzehnten behauptet der HSV Handball auch nach dem 26. Spieltag der Handball-Bundesliga seinen Vorsprung an der Tabellenspitze.

HSV findet guten Einstieg in die Partie

Vor 8.958 Zuschauern in der O2 World Hamburg fand der HSV Handball gut in die Partie. Drei Treffer in Folge sorgten für die frühe Führung der Hamburger (3:1, 6. Minute), welche sie von da an nicht mehr aus der Hand gaben. Die Gastgeber trafen bei der MT auf ein offensives Deckungssystem mit wahlweise einem oder zwei Vorgezogenen. Die Hamburger wussten jedoch, damit umzugehen. Druckvoll baute das Team von Martin Schwalb ihr Offensivspiel auf, die Torchancen nutzte in der Anfangsphase vor allem Pascal Hens aus dem Rückraum und erhöhte die Führung mit seinem dritten Treffer auf 6:3 (12.). Der HSV trat seinen Gästen mit einer 6:0-Defensive gegenüber, die schnell auf den Beinen war und gut zupackte. Zudem hatten die Hamburger mit Johannes Bitter einen gut aufgelegten Torhüter zwischen den Pfosten, der in der elften Minute im Siebenmeterduell gegen Michael Allendorf Sieger blieb. In der Offensive hatten die Hamburger mit dem Spiel über Kreisläufer Igor Vori ebenfalls eine gute Waffe. Immer wieder stieg der HSV-Rückraum hoch, setzte zum Wurf an und legte im letzten Moment auf seinen Kreisläufer ab. Vori erzielte mit einem Doppelschlag und gleichzeitig seinem dritten Treffer das 9:6 (21.). Früh eroberte Bälle und viel Tempo im Vorwärtsgang ließen die Hamburger ihre Führung bis zum Halbzeitpfiff noch weiter ausbauen: Mit 14:10 ging es in die Kabinen. Die bis dahin besten Werfer hießen Pascal Hens und Hans Lindberg mit je vier Toren.

Hamburg sichert mit starker Abwehr den deutlichen Sieg

Der zweite Durchgang startete ähnlich wie der erste. Beide Mannschaften behielten ihr Deckungssystem bei und auch der Vorsprung des HSV hatte weiter Bestand. Auf beiden Seiten fielen abwechselnd die Treffer, so dass nach 36 Minuten mit einem Tor von Matthias Flohr über Linksaußen das 17:13 fiel. Der HSV legte jedoch weiter nach. Die Abwehr der Gastgeber war präsent und oft schneller als das Passspiel der MT. Mit frühzeitig gewonnenen Bällen starteten die Hamburger in den Gegenstoß und erhöhten ihre Führung mit vier Treffern in Folge auf 23:15 (45.). Die Sicherheit, die sich die Hamburger in der Abwehr holten, unter anderem durch ihren Torhüter, der weiterhin gut hielt, ließ den HSV auch im Angriff mutiger auftreten und steigerte damit die Attraktivität des Hamburger Spiels. Geduldig bauten die Gastgeber ihr Angriffsspiel mit diversen Positionswechseln und Abläufen auf und setzten so immer wieder einen ihrer Rückraumspieler in Szene. Stück für Stück wuchs der Hamburger Vorsprung an, so dass nach einem zwischenzeitlichen 26:17 (52.) nach 55 Minuten mit 29:19 der erste Zehn-Tore-Vorsprung zu Buche stand. Bis zum Schlusspfiff ließen sich die Hamburger den deutlichen Sieg auch nicht mehr nehmen. In der Schlusssekunde netzte Domagoj Duvnjak zum Endstand von 33:23 (14:10) ein. Zum erfolgreichsten Schütze der Partie wurde Igor Vori mit sechs Treffern. Bei Krzystof Lijewski wurde indes nach dem Spiel eine Adduktoren-Zerrung diagnostiziert.

HSV Handball: Bitter (15/1 Paraden, 1.-46.); Sandström (3/1 P., 50.-60.);
Vori 6, Kraus 4, Schröder 4, Hens 4, Lindberg 4/2, Duvnjak 3, M. Lijewski 3, Flohr 2, Jansen 1, B. Gille 1, K. Lijewski 1, Lackovic n.e., Schliedermann n.e.,

MT Melsungen: Kelentric (10/3 P., 1.-46.); Feshchanka (3/1 P., 46.-60. und für einen Siebenmeter eingesetzt);
Vuckovic 6, Sanikis 5, Schöngarth 3, Vasilakis 3, Danner 3, Brovko 1, Mansson 1, Schweikardt 1, Karipidis, Allendorf, Sania, Torbica n.e., Zufelde n.e., Dacevic n.e.

Siebenmeter: 2/6 – 0/2 (Lindberg scheitert zweimal an Kelentric, Kraus Wurf wird von Kelentric pariert, Kraus scheitert an Feshchanka – Bitter bleibt Sieger gegen Allendorf, Sandström pariert gegen Karipidis)

Zeitstrafen: 2 – 5 (Duvnjak, Vori – Mansson 2x, Vasilakis, Schöngarth, Vuckovic)

Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein (Tönisvorst/Ratingen)

Spielfilm: 0:1 (3.), 3:1 (6.), 3:2 (7.), 4:2 (7.), 4:3 (8.), 6:3 (12.), 7:5 (16.), 7:6 (20.), 9:6 (21.), 10:7 (22.), 11:8 (26.), 12:9 (27.), 14:9 (30.), 14:10 (30.) – 15:10 (33.), 15:12 (34.), 16:12 (35.), 16:13 (37.), 17:13 (37.), 17:14 (38.), 19:14 (40.), 19:15 (40.), 23:15 (45.), 23:16 (46.), 25:16 (49.), 26:17 (52.), 27:18 (53.), 29:19 (55.), 29:21 (57.), 30:21 (58.), 31:22 (59.), 32:22 (59.), 32:23 (60.), 33:23 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir waren uns heute der schweren Aufgabe bewusst. Es war auch so, dass in der ersten Hälfte nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben. Man hat meiner Mannschaft aber angesehen, dass sie wollte. Sie wollte immer Druck machen und schnelle Tore erzielen. Denn so eine Mannschaft wie Melsungen schießt Du nicht einfach mal so eben aus der Halle. Die musst Du über 60 Minuten bekämpfen, und das haben wir getan.“

Michael Roth (Trainer MT Melsungen): „Ich bin insgesamt nicht unzufrieden mit dem Spiel, auch wenn sich das vielleicht komisch anhört. Streckenweise konnten wir aber gut mitspielen. In der ersten Halbzeit haben wir es nur verpasst, das Spiel noch ausgeglichener zu gestalten, weil wir klare Chancen ausgelassen haben. Da wird es dann natürlich zunehmend schwerer. Außerdem hat uns Jogi Bitter mit seinen Paraden den Zahn gezogen, und mit nur 23 Toren ist es sehr schwer, beim HSV etwas zu reißen. Am Ende ist es aber eine Niederlage, mit der wir leben können.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Ich denke wir haben in den letzten Wochen gute Ergebnisse abgeliefert und können auch mit dem Sieg heute zufrieden sein. Er ist hoch einzuordnen, denn wir wussten, dass Melsungen hinten dicht stehen würde, und haben die entsprechenden Lösungen gefunden. Von daher war es ein richtig gutes Spiel.“

Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball): „Wir wollten gegen die Melsunger Abwehr heute unsere schnelle zweite Welle durchdrücken. Das haben wir vor allem in der zweiten Hälfte gut hinbekommen. Vier Siebenmeter zu verwerfen, können wir uns natürlich eigentlich nicht leisten. Heute ist aber zum Glück nicht so ins Gewicht gefallen. Ich denke, wir können zwar nicht zu 100 %, aber doch schon ganz zufrieden mit dem Spiel sein. Auf jeden Fall sind wir froh, dass wir gewonnen haben.“

Notizen zum Spiel:

  • Mit seinem Treffer zum 1:1 (3.) erzielte Pascal Hens sein 850. Bundesliga-Tor.
  • Marcin Lijewski traf beim 5:3 (9.) auch gleichzeitig zum 350. Mal in der TOYOTA HBL.
  • Igor Vori feierte beim 18:14 (39.) seinen  200. HBL-Torerfolg.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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