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10.10.07 Souveräner Erfolg gegen Gummersbach

Johannes Bitter erwischte einen guten Tag.

HSV hält direkten Verfolger mit 33:29 (16:11)-Sieg auf Abstand

Der HSV hält den Kontakt zur Tabellenspitze der TOYOTA HBL. In souveräner Manier schlug das Team von Trainer Martin Schwalb den direkten Verfolger VfL Gummersbach mit 33:29 (16:11). Vor 6.428 Fans in der Color Line Arena konnten die Gäste das Spiel nur in den ersten Minuten ausgeglichen gestalten. Ab Mitte der ersten Hälfte hatte der HSV das Heft fest in der Hand und baute seine Führung kontinuierlich aus. Erst am Ende, als der HSV im Gefühl des sicheren Sieges kein Vollgas mehr gab, kamen die Gäste wieder auf vier Tore heran.

Die Gäste können nur anfangs mithalten

Der HSV kam gut aus den Startlöchern. Die 2:0-Führung aus der 3. Minute konnten die Gäste aber ausgleichen und bis zum 4:4 in der 12. Minute das Spiel auch offen halten. In dieser umkämpften Anfangsphase erlitt HSV-Linksaußen Torsten Jansen eine Platzwunde über dem rechten Auge, aufgrund derer er in der 11. Minute vom Feld genommen werden musste. Nachdem der 31-jährige mit zwei Stichen in der Kabine genäht worden war, stand er seinem Team ab der 20. Minute wieder zur Verfügung, wurde aber von HSV-Trainer Martin Schwalb nicht mehr gebracht. Sein Ersatzmann Matthias Flohr setzte sich durch zwei Treffer vor der Pause gut in Szene und füllte für die restliche Spielzeit die linke HSV-Seite gut aus. Nach Hälfte der ersten Halbzeit zog der HSV kontinuierlich davon. Durch vier Tore in Folge setzten sich die Hamburger erstmals auf 8:4 weiter ab. Zwar konnten die Gäste noch einmal auf 7:9 verkürzen (22. Minute), doch der HSV stellte den 4-Tore Vorsprung schnell wieder her (11:7, 23.) und baute ihn bis zur Pause sogar noch aus. Wiederum war eine starke Leistung in der Defensive der Schlüssel zum Erfolg. Immer wieder mussten die Gummersbacher ihre Spielzüge angesichts der gut sortierten HSV-Deckung um Kapitän Guillaume Gille abbrechen und neu aufbauen. Im Hamburger Tor erwischte Johannes Bitter zudem einen sehr guten Tag. Der Nationaltorhüter parierte schon vor der Pause sieben VfL-Würfe und war ein weiterer Garant für die sichere Halbzeit-Führung. Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon steuerten zum 16:11 je vier Treffer hinzu.

Johannes Bitter mit 15 Paraden Garant für HSV-Sieg

Durch zwei Doppelschläge zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Hanseaten ihre Führung zwischenzeitlich sogar auf komfortable sieben Tore ausbauen (20:13, 36.). Vorne traf nach der Pause vor allem Matthias Flohr, der am Ende zusammen mit Kyung-Shin Yoon mit 6 Treffern Top-Scorer des HSV war, nach Belieben. Bester Werfer der Partie war allerdings ein ehemaliger Hamburger. Roman Pungartnik, der im Sommer vom HSV zum VfL Gummersbach gewechselt war, überwand den auch in Halbzeit zwei gut aufgelegten Johannes Bitter insgesamt siebenmal. Dennoch konnten die Gastgeber ihren Sieben-Tore-Vorsprung bis zum Stand von 30:23 in der 53. Minute aufrecht erhalten. HSV-Keeper Bitter, der 60 Minuten durch spielte, sorgte dafür, dass der VfL diesen Rückstand nicht verringern konnte. Unter anderem entschärfte der 25-jährige 4 Strafwürfe der Gäste und kam am Ende auf insgesamt 15 Paraden. Erst gegen Ende, im Gefühl des sicheren Sieges, schaltete der HSV in der sehr fairen Partie – die Schiedsrichter sprachen nur drei Zwei-Minuten-Strafen aus – einen Gang zurück. So konnten die Gummersbacher nach drei Serien von zwei, drei und nochmals zwei Treffern in Folge die Niederlage aus ihrer Sicht erträglicher gestalten. Mit einem Gewaltwurf setzte jedoch Michal Jurecki für den HSV den Schlusspunkt zum 33:29.  

HSV Hamburg: Bitter (15/4 Paraden, 1.-60.); Sandström n.e.; Müller n.e.

Yoon 6/3, Flohr 6, Hens 4,  B. Gille 4, G. Gille 4, Torgovanov 4, Schröder 3, Jurecki 2, Jansen, Lijewski, Lindberg n.e., Ursic n.e., Schult n.e.

VfL Gummersbach: Stojanovic (4 Paraden, 1.-30.); Fazekas (8 P, 31.-60.)

Pungartnik 7, Ilic 6, Zrnic 4/2, Alvanos 4, Gunnarsson 2, Klev 2, Krantz 2, Wagner 1, Jahn 1/1, Kuleschow, Jakobsson

Siebenmeter: 3/3 – 5/10 (Bitter pariert gegen Ilic doppelt, Bitter hält gegen Pungartnik und Jahn, Zrnic wirft an die Latte)

Strafminuten: 2 – 1 (G. Gille, Schröder – Jahn)

Spielfilm: 2:0 (3.), 2:2 (4.), 4:4 (12.), 8:4 (17.), 9:7 (22.), 11:7 (23.), 15:11 (29.), 16:11 (30.) – 16:12 (31.), 18:12 (32.), 18:13 (34.), 20:13 (36.), 20:15 (38.), 23:16 (42.), 27:20 (48.), 27:22 (49.), 30:23 (53.), 30:25 (54.), 31:27 (58.), 32:29 (60.), 33:29 (60.)

Die Bilder zum Spiel finden sich hier.

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb (Trainer HSV): „In der ersten Halbzeit haben wir 15 bis 20 Minuten lang eine sehr gute Abwehr-Leistung gezeigt. Dadurch konnten wir unsere Führung stetig ausbauen und das Spiel verdient gewinnen. Vor allem für Jogi Bitter, Dimitri Torgovanov und Matthias Flohr freue ich mich ganz besonders, denn die haben heute sehr stark gespielt.“

Alfred Gislason (Trainer VfL Gummersbach): „Ich habe mich sehr geärgert, denn wir haben insgesamt zu viele Fehlwürfe produziert und zu viele Siebenmeter verschossen. Wir waren zu ungefährlich und zu langsam. Beim HSV hat Jogi Bitter überragend gespielt. Die Hamburger haben verdient gewonnen und wir können glücklich sein, dass wir nicht noch höher verloren haben.“

Johannes Bitter (HSV): „Es war sehr überzeugend wie wir uns heute präsentiert haben. Hinten standen wir sicher und konnten dadurch vorne viele einfache Tore erzielen. Am Ende merkte man dann, dass uns ein wenig die Kraft gefehlt hat, aber wir sind zufrieden.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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