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06.10.10 Souveräner Sieg im Rheinland

HSV beim DHC mit 32:22 (17:10) erfolgreich

Am 7. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga holt der HSV Handball durch eine souveräne Leistung zwei Punkte beim DHC Rheinland. Vor 2.273 Zuschauern in der HR-Commitment Arena brachte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb am Ende mit 32:22 (17:10) einen deutlichen Vorsprung ins Ziel. Von Beginn an hatten die Gäste aus Hamburg die Partie mit einer sicheren Deckung und starken Spielzügen an sich gerissen. Am zielsichersten zeigte sich Michael Kraus, der achtmal erfolgreich war. Durch den Sieg klettert der HSV Handball erneut auf den dritten Tabellenplatz.

Stabile Abwehr und schnelle Würfe zur Halbzeitführung

Ein aus Hamburger Sicht perfekter Start sorgte in der mit 2.273 Zuschauern besetzten HR- Commitment Arena bereits in der Anfangsphase für eine deutliche Richtung im Spiel. Die stabile 6:0-Deckung der Gäste knüpfte dem DHC Rheinland in den ersten Szenen gleich zwei Mal den Ball ab. Johannes Bitter stand mit einem gegen Max Holst parierten Siebenmeter in nichts nach (5. Minute). Im Gegenzug gelang Igor Vori das 3:0 für sein Team (6.). Der kroatische Kreisläufer zeigte sich gut aufgelegt und war mit seiner Durchsetzungsfähigkeit maßgeblich daran beteiligt, dass die Hamburger hinten wie vorne weiter erfolgreich waren. In der 14. Minute erhöhte Vori auf 10:5, wenig später auf 13:7 (18.). Zwar scheiterte Hans Lindberg anschließend bei seinem ersten Strafwurf ebenfalls an DHC-Keeper Vitali Feshchanka (23.), das tat dem druckvollen Spiel des HSV jedoch keinen Abbruch. Nachdem mit Per Sandström, diesmal wiederum auf Hamburger Seite gegen Michiel Lochtenbergh, auch der dritte Keeper einen parierten Siebenmeter verbuchen konnte (28.), machte sein Team mit zwei Treffern in Folge das 17:10 perfekt. Die Außen Hans Lindberg und Torsten Jansen trafen zum Halbzeitstand.

Führung weiter ausgebaut und deutlich gesiegt

Mit einer 4:1-Serie machte der HSV nach dem Wiederanpfiff da weiter, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Dabei zeigte sich das Angriffsspiel der Gäste variabel. Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic aus dem Rückraum, Bertrand Gille vom Kreis und Hans Lindberg von der Sieben-Meter-Linie erhöhten auf 21:11 (35.). Dieser Zehn-Tore-Vorsprung hatte bis in die Schlussviertelstunde hinein Bestand (26:16, 47.), ehe der eingewechselte HSV-Youngster Marcel Schliedermann mit dem 28:16 die höchste Führung im Spielverlauf markierte (48.). Durch mehrere Zeitstrafen und Siebenmeter verlor das nicht unfair geführte Spiel in der Schlussphase etwas an Linie. Per Sandström konnte sich mit seinem zweiten parierten Strafwurf ein weiteres Mal auszeichnen (52.), während Michael Kraus seine Tagesbilanz auf acht Treffer ausbauen konnte. Mit seinem letzten Tor traf der HSV-Spielmacher zum 31:21 (58.). Den Endstand machte der nach überwundenen Rückenproblemen heute wieder aktiv am Spiel beteiligte Matthias Flohr in der Schlussminute. Mit dem 32:22-Sieg sicherte sich der HSV Handball am Ende erneut den dritten Tabellenrang, ehe am Wochenende das nächste Auswärtsspiel in Kolding auf die Schwalb-Truppe wartet.

DHC Rheinland: Feshchanka (12/2 Paraden, 1.-60.); Vortmann n.e.;
Lochtenbergh 5/4, Mahé 4, Holst 3, Linder 3, Sveinsson 3, Nippes 2, Sigtrygsson 1, Wernig 1, Immel, Dmytruszynski, Wittig

HSV Handball: Bitter (11/1 P., 1.-39.); Sandström (10/2 P. 39.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Kraus 8, Vori 5, Jansen 4, M. Lijewski 3, Hens 2, Lindberg 2/1, Lackovic 2, Flohr 2, Duvnjak 2, B. Gille 1, Schliedermann 1, G. Gille

Siebenmeter: 4/7 – 1/3 (Bitter pariert gegen Holst, Sandström bleibt Sieger doppelt gegen Lochtenbergh – Lindberg scheitert an Feshchanka, Kraus verwirft gegen Feshchanka)

Zeitstrafen:  4 – 4 (Sigtrygsson, Immel, Mahé, Dmytruszynski – G. Gille 2x, Schliedermann 2x)

Schiedsrichter: Philipp Dinges / Daniel Kirsch (Eggenstein/Leopoldshafen)

Spielfilm: 0:1 (3.), 0:3 (4.), 1:3 (6.), 4:6 (9.), 4:8 (11.), 5:8 (12.), 5:10 (14.), 6:10 (15.), 7:11 (17.), 7:13 (18.), 9:13 (25.), 9:14 (26.), 10:15 (27.), 10:17 (30.) – 10:18 (31.), 11:18 (32.), 11:21 (35.), 12:21 (35.), 13:22 (37.), 13:24 (39.), 14:24 (39.), 16:26 (47.), 16:28 (48.), 18:28 (51.), 19:29 (55.), 20:29 (56.), 22:31 (59.), 22:32 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Unsere Aufgabenstellung heute war es, eine stabile 6:0-Deckung zu stellen und darüber auch zu leichten Toren zu kommen. Das ist uns bis zur Pause gut gelungen. In der zweiten Hälfte haben wir, aufgrund der hohen Belastung der letzten Wochen, durchgewechselt. Wenn dann unser einziger Rückraumrechter, Marcin Lijewski, nicht im Spiel ist, weil er seine Pause braucht, dann merkt man schon ein bisschen Sand im Getriebe. Ich denke aber, wir haben uns hier gut geschlagen.“

Kai Wandschneider (Trainer DHC Rheinland): „Ich bin heute viel zufriedener als in der letzten Woche, weil meine Mannschaft auf dem Platz viel Energie und viel Mut gezeigt und die Weltklasse-Mannschaft von Hamburg so bekämpft hat. Das wollte ich heute sehen, und das macht Mut. Wir werden nicht jede Woche gegen so starke Gegner spielen.“

Michael Kraus (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir hatten uns vorgenommen, hier konzentrierter zu Werke zu gehen und unsere Abläufe konsequenter durchzuziehen. Das haben wir gut geschafft und mit einer konzentrierten Leistung die Punkte geholt.“

Bertrand Gille (Kreisläufer HSV Handball): „Das war eine konzentrierte Abwehrleistung, im Angriff lief es heute aber nicht zu 100 % zufriedenstellend. Unser Anspruch muss es sein, so wenig Fehler wie möglich zu machen.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen und haben in der ersten Halbzeit schon einen guten Grundstock gelegt. Dormagen hat natürlich dagegen gehalten, das war nicht anders zu erwarten. Mit dem Ergebnis können wir aber zufrieden sein.“

Marcel Schliedermann (Rückraumspieler HSV Handball): „Es macht riesig Spaß, in dieser Truppe zu spielen. Es ist eine tolle Mannschaft, das Tempo aber natürlich ein ganz anderes als in der Zweiten Liga. Daran muss ich mich gewöhnen und noch einiges lernen.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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