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20.12.09 Spitzenspiel in Kiel endet unentschieden

HSV Handball holt mit 29:29 (17:16) einen Punkt beim THW Kiel

Mit einem Remis endet das Spitzenspiel am 15. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga zwischen dem THW Kiel und dem HSV Handball. In der mit 10.250 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena trennten sich der Tabellenerste und der Tabellenzweite mit einem 29:29 (17:16)-Unentschieden. In einer packenden Begegnung, die den Fans Handball auf höchstem Niveau bot, avancierte Pascal Hens mit 6 Toren zum besten Hamburger Werfer. Die Kieler Momir Ilic und Filip Jicha trafen jeweils achtfach. Die Punkteteilung war das erste Remis des HSV Handball in der laufenden Spielzeit.

Packendes Derby am Sonntagabend

Derby-Stimmung in Kiel: In der mit 10.250 Zuschauern restlos ausverkauften Sparkassen-Arena entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie. Die beiden Torhüter hinter eng deckenden Abwehrreihen, Per Sandström beim HSV und Thierry Omeyer beim THW, entschärften jeweils die ersten gegnerischen Angriffe. Anschließend trafen die Teams bis zum 5:5 abwechselnd (9. Minute). Der schwedische Keeper im Tor der Hamburger ermöglichte in der Folge mit zwei weiteren Paraden die erste Zwei-Tore-Führung seines Teams (7:5, 10.). Mit klug aufgezogenen Spielzügen sowie zwei von Hans Lindberg verwandelten Siebenmetern konnte der HSV Handball diesen Vorsprung zwischenzeitlich auf vier Treffer ausbauen (12:8, 19.). Die Gastgeber blieben jedoch dran und verkürzten innerhalb von zwei Minuten wiederum auf 11:12. Mit variablem Spiel, guten Rückraumschützen und einem treffsicheren Igor Vori am Kreis startete der HSV im Anschluss eine 4:1-Serie, sodass es fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit wieder 16:12 für Hamburg stand. Bis zur Pause stand jedoch lediglich ein 17:16 für die Gäste auf der Anzeigentafel. Bester Hamburger Schütze des ersten Durchgangs war Pascal Hens mit fünf Toren. Momir Ilic markierte bis zum Pausenpfiff sechs Treffer.

Top-Spiel auf des Messers Schneide endet mit Punkteteilung

Zum Auftakt des zweiten Durchgangs musste der HSV zunächst den Ausgleich per Siebenmeter hinnehmen (17:17, 31.) und geriet anschließend das erste Mal im Spielverlauf in Rückstand (18:19, 35.). Dass die Kieler jedoch weiter davon ziehen konnten, verhinderte in dieser Spielphase erneut Per Sandström, der beim Strafwurf für den THW Sieger gegen Momir Ilic blieb (33.). Dennoch mussten die Hamburger nun zunächst einmal einen Rückstand aufholen, der nach zehn Minuten nach Wiederanpfiff 19:22 betrug. Als nächste Impulsgeber für die Hamburger traten daraufhin die frisch in der zweiten Hälfte Eingewechselten Bertrand Gille und Blazenko Lackovic auf. In der  40. Minute sorgte Gille mit seinem  zweiten Saisontor für den erneuten Anschlusstreffer (20:22), anschließend versenkte sein kroatischer Kollege zwei Bälle im Netz (22:23, 43.), bevor Torsten Jansen kurze Zeit später mit einer Dreierserie von Linksaußen für die nächste Hamburger Führung sorgte (25:24, 45.). Das Spiel verlief nun bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide. In der kräftezehrenden Partie konnte sich im letzten Viertel nun keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen. Zwei Minuten vor dem Abpfiff sorgte Guillaume Gille aus dem Rückraum für den letzten Führungstreffer des HSV (29:28, 58.), den die Gastgeber jedoch durch Filip Jicha im nächsten Angriff ausgleichen konnten. Nach 60 spannenden Minuten, in denen von beiden Teams Handball der Extraklasse geboten wurde, blieb es am Ende beim 29:29. Pascal Hens wurde mit sechs Treffern zum besten Werfer der Partie aus Hamburger Sicht. Acht Treffer konnten jeweils die THW-Akteure Momir Ilic und Filip Jicha markieren.

THW Kiel: Omeyer (7 Paraden, 1.-25., 31.-45., 51.-60.); Gentzel (2 P., 25.-30., 45.-51.);
Jicha 8/2, Ilic 8/3, Andersson 6, Ahlm 5, Zeitz 1, Klein 1, Lund, Lundström, Anic, Sprenger, Palmarsson n.e.

HSV Hamburg: Sandström (13/1 P., 1.-39.); Bitter (9/1 P., 39.-60. und für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Hens 6, Jansen 5, Vori 5, Lackovic 3, Lindberg 3/2, K. Lijewski 2, M. Lijewski 2, Duvnjak 1, B. Gille 1, G. Gille 1, Flohr, Schröder n.e.

Siebenmeter: 5/7 – 2/2 (Sandström pariert gegen Ilic, Bitter bleibt Sieger gegen Jicha)

Zeitstrafen: 2 – 4 (Ahlm 2x – M. Lijewski, Lackovic, G. Gille 2x)

Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)

Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (2.), 5:5 (9.), 5:7 (10.), 6:7 (11.), 6:9 (15.), 7:9 (16.), 8:10 (18.), 8:12 (19.), 11:12 (21.), 11:14 (23.), 12:14 (23.), 12:16 (25.), 13:16 (26.), 14:17 (27.), 16:17 (30.) – 17:17 (31.), 18:18 (35.), 20:18 (37.), 20:19 (38.), 22:19 (39.), 22:21 (42.), 24:23 (44.), 24:25 (45.), 25:25 (48.), 28:28 (53.), 28:29 (58.), 29:29 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Das war ein großer Kampf für uns heute. Es war das Highlight, das vorher erwartet worden war. Spielerisch war es nicht in jeder Phase top, weil den Teams am Ende gegen die gutstehenden Abwehrreihen nicht mehr allzu viel eingefallen ist. Aber für alle Fans war es ein echtes Topspiel und wir sind froh, mit einem Punkt nach Hause zu fahren.“

Alfred Gislasson (Trainer THW Kiel): „Das ist ein gerechtes Ergebnis. Hamburg hat sich seinen Punkt verdient. Natürlich hätten auch wir nach dem Spielverlauf am Ende mit zwei Punkten dastehen können, aber die Saison ist noch lang.“

Bertrand Gille (Kreisläufer HSV Hamburg): „Wenn wir nicht konzentriert zu Werke gehen, wird es gegen den THW immer gefährlich. Das wussten wir und haben uns wieder reingekämpft.“

Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wenn man hier mit einem Punkt aus der Halle geht, kann man sehr zufrieden sein. Das sind wir auch. Nach dem Spielverlauf hätte es aber auch noch einer mehr sein können.“

Pascal Hens (Kapitän HSV Hamburg): „Wir wussten, dass wir die Ruhe bewahren mussten, als der THW in Führung gegangen ist. Das haben wir auch geschafft. Wir hätten aber auch gewinnen können.“

Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir freuen uns über den Punkt. Wir wollten den wahren HSV zeigen. Das ist uns bis auf eine kleine Schwächephase in Halbzeit zwei gut gelungen. Diese hat der THW ausgenutzt, aber der Punkt jetzt am Ende tut gut.“

Notizen zum Spiel:

  • Hans Lindberg erzielte mit dem 11:8 in der 18. Minute seinen 450. HBL-Treffer.
  • Mit dem direkt anschließenden 12:8 markierte Igor Vori seinen 100. Treffer im HSV-Trikot.
  • Nach der Partie wurden vom HSV Handball Krzysztof Lijewski und Igor Vori zur Doping-Probe gebeten.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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