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24.11.10 Tabellenführung behauptet

Hamburger mit 32:31 (13:16)-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen
Durch einen Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen behauptet der HSV Handball seine Tabellenführung in der TOYOTA Handball-Bundesliga. Gegen den Tabellenvierten aus Mannheim feierte das Team von Trainer Martin Schwalb vor 11.076 Zuschauern in der O2 World Hamburg einen 32:31 (13:16)-Erfolg. In einem engen Match sicherte sich der HSV erst in der Schlussminute den denkbar knappen Sieg. Somit behalten die Hamburger auch nach dem vierten Top-Heimspiel in fünf Wochen vor den eigenen Fans eine weiße Weste. Erfolgreichste Schützen in Reihen der Hamburger waren Domagoj Duvnjak, Blazenko Lackovic und Igor Vori mit je sechs Toren. Rhein-Neckar Löwe Uwe Gensheimer traf elf Mal, davon sechs Mal per Strafwurf.
HSV nach ausgeglichener Halbzeit mit Rückstand in die Pause
In der mit 11.076 Zuschauern besetzten O2 World Hamburg kam das Spiel zwischen dem Tabellenführer und dem Vierten nur stockend ins Rollen. Dem HSV gelang erst während der ersten Unterzahl das erste Tor (1:1, 6. Minute). Von Beginn an mitten im Spiel war jedoch Johannes Bitter, der in den ersten zehn Minuten sechs Paraden feierte. Auch Blazenko Lackovic fand immer besser in die Partie und war beim 5:4 für den HSV nach zwölf Minuten bereits dreifacher Torschütze. Wiederum in Unterzahl gerieten die Gastgeber jedoch in der Folge mit 5:8 in Rückstand (16.). Die Rhein-Neckar Löwen verwalteten diese Führung mit einer aggressiven Deckung und einer nun ebenfalls effektiveren Offensive und bauten den Vorsprung sogar weiter aus. In der 22. Minute stand ein 12:8 für die Gäste auf der Anzeigentafel. Das kroatische Duo Domagoj Duvnjak, zum 9:12, und Igor Vori, zum 10:12, verkürzte (23.), der Konter der Löwen zum 14:10 ließ jedoch nicht lange auf sich warten (25.). In einer spannenden und immer mehr Fahrt aufnehmenden Partie ging es nun hin und her, denn erneut Igor Vori und Blazenko Lackovic trafen im Doppel für den HSV (12:14, 27.). In die Pause gingen die Hamburger einerseits erneut mit einem Mann weniger auf dem Feld, andererseits mit einem 13:16-Rückstand.
Handball-Krimi mit HSV-Happy End
Nach der Pause machte die Neuauflage des diesjährigen DHB-Pokalfinales dort weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatte. Auch die Protagonisten waren weiter dieselben: Noch in Unterzahl schafften Blazenko Lackovic und Domagoj Duvnjak mit dem 15:16 den Anschluss (32.). Nach zwei von Johannes Bitter abgewehrten Bällen drehten Michael Kraus per Siebenmeter, Domagoj Duvnjak und Torsten Jansen das Ergebnis zu Gunsten des HSV (19:17, 38.). Die Löwen zeigten sich allerdings weiter bissig, nutzten ihre fünfte Überzahl und antworteten mit vier Treffern in Folge (21:19, 41.). Doch auch diesen Rückschlag verkrafteten die Gastgeber, die von den eigenen Fans unaufhörlich nach vorn getrieben wurden. Bertrand Gille traf zum 23:22 für den HSV (44.). So wechselte die Führung ein weiteres Mal zu Beginn der Schlussviertelstunde, die ebenso ein zähes Ringen um die Entscheidung werden sollte. Keines der beiden Teams konnte sich nun eine Führung mit mehr als einem Treffer erarbeiten. Über 25:25 (48.) und 28:28 (53.) entwickelte sich der Spielstand Treffer um Treffer bis zum 31:31 (59.). Der HSV legte nun vor (32:31, 59.) und geriet erneut in Ballbesitz, verlor diesen jedoch in der Schlussminute und die Rhein-Neckar Löwen fuhren den letzten Angriff des Spiels. Diesen machte die HSV-Deckung jedoch final fest, sodass die letzte Aktion ein Freiwurf der Gäste aus neun Metern war. Dieser fand sein Ziel nicht mehr, und der HSV Handball konnte nach einem sehr engen Spiel denkbar knapp zwei weitere wichtige Punkte in der TOYOTA HBL für sich verbuchen.
HSV Handball: Bitter (15 Paraden, 1.-60.); Sandström (für drei Siebenmeter eingewechselt);
Duvnjak 6, Lackovic 6, Vori 6, Jansen 3, Hens 3,Kraus 2/2, B. Gille 2, M. Lijewski 2, G. Gille 1, Lindberg 1, Schröder, Flohr n.e., K. Lijewski n.e.
Rhein-Neckar Löwen: Szmal (12 P., 1.-60.); Fritz (für einen Siebenmeter eingesetzt);
Gensheimer 11/6, Bielecki 6, Groetzki 4, Lund 3, Myrhol 3, Tkaczyk 2, Stefansson 2, Schmid, Roggisch, Gunnarsson, Sesum n.e., Ruß n.e.
Siebenmeter: 2/3 – 6/6 (Lindberg wirft an den Pfosten)
Zeitstrafen: 6 – 3 (Vori 2x, M. Lijewski, Lindberg, G. Gille, Schröder – Myrhol, Bielecki, Roggisch)
Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (6.), 5:5 (13.), 5:8 (16.), 6:8 (17.), 7:9 (18.), 7:11 (19.), 8:11 (21.), 9:12 (23.), 10:12 (23.), 10:14 (25.), 12:14 (27.), 13:15 (30.), 13:16 (30.) – 15:16 (32.), 17:17 (35.), 19:17 (38.), 19:19 (39.), 19:21 (41.), 21:21 (42.), 21:22 (42.), 23:22 (44.), 23:24 (46.), 24:25 (47.), 25:25 (48.), 25:26 (49.), 26:27 (50.), 27:28 (53.), 28:28 (54.), 29:29 (56.), 29:30 (56.), 31:30 (58.), 31:31 (59.), 32:31 (59.), 32:21 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben nicht so gut ins Spiel gefunden und zu Beginn viele leichte Fehler gemacht. Dadurch haben wir einige Gegenstöße und schnelle Mitten gefangen. Nach der Umstellung auf die 3-2-1-Abwehr haben die Jungs aber aufopferungsvoll gekämpft und so ins Spiel zurück gefunden. Wichtig war natürlich, direkt nach der Pause die drei Tore Rückstand aufzuholen. Da hat die Mannschaft wirklich Charakter bewiesen und das Spiel am Ende nach Hause gebracht. Wir freuen uns über zwei sehr wichtige Punkte.“
Gudmundur Gudmundsson (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Ich denke, wir haben lange gut gespielt und waren auch lange das bessere Team. Doch zum Ende hin wurde es immer schwieriger. Wir wussten jedoch von vorn herein, dass es schwer wird, hier zu gewinnen.“
Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Heute war es genauso schwer wie letzte Woche und am Ende sogar noch ein bisschen enger. Wir haben das gleiche Szenario wie gegen Kiel gehabt: In der ersten Halbzeit waren wir schlecht, aber nach der Pause hat uns unsere Aggressivität zurück ins Spiel gebracht.“
Notizen zum Spiel:
- Das Vorspiel der B1-Jugend des HSV Handball gegen die U16 des SC Tøndern (Dänemark) endete 43:13 (20:7).
- Mit seinem Anschlusstreffer zum 10:12 (23.) erzielte Igor Vori sein 150. HBL-Tor.
- Box-Weltmeister Sebastian Sylvester gratulierte den HSV-Profis nach dem Spiel in der Kabine.
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