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14.03.10 Tabellenführung durch Sieg in Kassel ausgebaut

Hamburger 35:28 (15:15)-Auswärtserfolg bei der MT Melsungen
Im 150. Bundesliga-Spiel als Trainer des HSV Handball feiert Martin Schwalb mit seinem Team den 110. HBL-Sieg. Bei der MT Melsungen endete das Dienstjubiläum mit einem 35:28 (15:15)-Erfolg. 4.300 Zuschauer in der ausverkauften Rothenbach-Halle in Kassel sahen dabei eine bis zur Pause spannende Partie. Nach Wiederanpfiff diktierten die Gäste aus Hamburg das Spiel und kamen schließlich zu einem ungefährdeten Sieg. Bester Werfer war Hans Lindberg mit zehn Toren, davon vier Siebenmeter. Torsten Jansen, der heute mit seinem 200. HBL-Spiel für den HSV ebenfalls ein rundes Jubiläum feierte, erzielte drei Treffer. Durch die 30:32-Niederlage von Verfolger THW Kiel am Abend beim TBV Lemgo konnte der HSV Handball seine Tabellenführung erneut ausbauen und führt die TOYOTA Handball-Bundesliga mit 43:5 Zählern vor dem Nordrivalen (40:6) an.
Führung wechselt bis zur Pause mehrfach
Vor einer ausverkauften Rothenbach-Halle boten sich der HSV Handball und die MT Melsungen in der ersten Halbzeit ein enges Spiel. 4.300 Zuschauer sahen das erste Tor der Partie durch Marcin Lijewski (1:0, 1. Minute), doch in der Folge sollte die Führung immer wieder wechseln. Bis zur zehnten Minute bestimmten die Gastgeber, die in der Abwehr dicht standen und im Angriff schnell auf den Beinen waren, das Spielgeschehen. Melsungen warf sich einen 6:4-Vorsprung heraus, den der HSV Handball jedoch durch drei Treffer in Serie wieder drehen konnte (7:6, 12.). Hans Lindberg fand dabei durch den ersten verwandelten Siebenmeter in die Partie. Auf der Gegenseite wurde MT-Rückraumschütze Nenad Vuckovic von seinem Team immer wieder in Position gebracht. Unter anderem erzielte der Serbe das Melsunger 9:8 nach einer Viertelstunde. Der HSV antwortete in Person von Hans Lindberg, im Zusammenspiel mit Krzysztof Lijewski, der den HSV erstmals mit zwei Treffern in Front brachte (11:9, 19.). Doch auch die Gäste konnten sich in dieser Situation nicht absetzen, was unter anderem auch an den guten Reaktionen von Mario Kelentric im Melsunger Tor lag. Mit dem Stand von 15:15 ging es in die Kabinen.
Konzentrierte Leistung Garant für Hamburg Erfolg
Nach der Pause griff erstmals Torsten Jansen in die Partie ein und feierte damit sein 200. Bundesliga-Spiel im Trikot des HSV Handball. Vor allem Krzysztof Lijewski drehte jedoch nach dem Wiederanpfiff auf. Der Pole wechselte sich bis zur 37. Minute nahezu ausschließlich als Torschütze mit seinem Gegenüber Alexandros Vasilakis ab. Nach den Treffern der beiden Rückraumrechten stand es 20:20. In der Folge konnte der HSV Handball jedoch eine Serie von acht Torerfolgen bei nur einem Gegentor fahren. Die Hamburger Defensive präsentierte sich dabei immer wieder sehr aufmerksam und setzte vor allem die schnellen Außen des HSV in Szene. Hans Lindberg und Torsten Jansen warfen den ersten deutlichen Vorsprung heraus. Das 28:21 erzielte Igor Vori nach 47 Minuten. In der Schlussphase übernahm Per Sandström im Tor und der Rückraum des HSV die Aufgabe, den Vorsprung zu verteidigen. Pascal Hens erzielte zwischenzeitlich das 32:24 (53.), Krzysztof Lijewski schraubte sein Torekonto auf acht Treffer (34:26, 57.). Am Ende siegte die Hamburger 35:28 und hatten mit Hans Lindberg, der auf zehn Treffer kam, zudem den besten Werfer der Partie in seinen Reihen. Durch den Sieg steht der HSV Handball weiter an der Spitze der TOYOTA Handball-Bundesliga.
MT Melsungen: Kelentric (14 Paraden, 1.-60.); Lechte (1/1 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Vasilakis 7, Vuckovic 7/3 , Schöngarth 3, Junillon 3, Klitgaard 3, Tellander 3, Tzimourtos 2, Stojanovic, Danner, Brovko n.e., Treutler n.e., Karipidis n.e.
HSV Hamburg: Bitter (2 P., 1.-21.); Sandström (13 P., 21.-60.);
Lindberg 10/4, K. Lijewski 8, Jansen 3, Lackovic 3, Vori 3, Flohr 2, M. Lijewski 2, Hens 2, Duvnjak 1, B. Gille 1, G.Gille
Siebenmeter: 3/3 – 4/5 (Lindberg scheitert an Lechte)
Zeitstrafen: 4 – 2 (Schöngarth 2x, Klitgaard, Tzimourtos – G. Gille, Igor)
Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (Magdeburg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:2 (4.), 2:2 (5.), 4:2 (7.), 4:3 (8.), 6:5 (10.), 6:7 (12.), 7:8 (14.), 9:8 (16.), 9:11 (19.), 10:11 (20.), 11:12 (22.), 12:12 (23.), 15:15 (29.), 15:15 (30.) – 16:15 (31.), 16:16 (31.), 18:16 (32.), 18:18 (34.), 19:18 (34.), 19:20 (36.), 20:20 (37.), 20:23 (39.), 21:23 (40.), 21:26 (44.), 21:28 (48.), 22:28 (48.), 24:30 (52.), 24:32 (53.), 25:32 (54.), 27:34 (57.), 27:35 (58.), 28:35 (59.), 28:35 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich glaube wir haben heute ein sehr intensives und attraktives Spiel gesehen. Beide Mannschaften waren mit viel Engagement bei der Sache. Bis in die zweite Hälfte hinein hatten beide Seiten ihre Chancen auf die zwei Punkte. Ich freue mich darüber, dass wir in der Folge über unsere Ballsicherheit den Vorsprung heraus werfen und die entscheidenden Aktionen für uns verbuchen konnten. Wir haben dadurch zwei schwere Auswärtspunkte gewonnen.“
Ryan Zinglersen (Trainer MT Melsungen): „Wir haben es nicht geschafft, unser Konzept aus der ersten Halbzeit durchzuziehen. Das ist etwas schade, obwohl ich nicht weiß, ob mehr drin gewesen wäre. Wir haben durch persönliche Ballverluste nach der Pause unser Spiel selbst kaputt gemacht. Und der HSV hat das durch seine Tempogegenstöße gut bestraft.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir haben vor und nach der Pause gut gearbeitet. Melsungen hat keine schlechte Mannschaft, sodass es bis zur Pause ein enges Spiel war und sich unsere Arbeit erst in der zweiten Halbzeit auch im Ergebnis ausgedrückt hat. Aber wir haben über 60 Minuten wirklich konzentriert gespielt und deshalb auch zu Recht gewonnen.“
Pascal Hens (Kapitän HSV Hamburg): „Man muss mal von dem Gedanke weg kommen, dass wir immer schon zur Pause mit fünf, sechs Toren führen müssen. Mit unserer breiten Bank können wir unser Spiel bis zum Ende durchziehen, und das ist entscheidend. Melsungen hat gut gekämpft und das Spiel offen gehalten. Nach der Pause haben wir uns gute Möglichkeiten erspielt.“
Notizen zum Spiel:
- Krzysztof Lijewski gelang mit seinem achten Treffer der Partie zum 34:26 (57. Minute) zugleich sein 450. Bundesliga-Tor.
- Die deutschen Nationalspieler des HSV Handball, Johannes Bitter, Pascal Hens und Matthias Flohr, kehren nicht mit der Mannschaft nach Hamburg zurück. Von Hannover fliegt das Trio am Abend zur DHB-Maßnahme, in deren Verlauf zwei Länderspiele gegen die Schweiz, am Dienstag in Aarau sowie am Mittwoch in Stuttgart, auf dem Programm stehen.
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