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10.04.11 TVG entführt ersten Punkt aus der o2 World

Erstes Unentschieden im 15. Heimspiel der Saison

Vor heimischem Publikum gibt der HSV Handball im drittletzten Heimspiel der Saison seinen ersten Zähler ab. Gegen den TV Grosswallstadt spielte der Spitzenreiter der TOYOTA Handball-Bundesliga 22:22 (11:13) unentschieden. Zum besten Werfer des Spiels avancierten dabei Hans Lindberg auf Seiten der Gastgeber und TVG-Akteur Stefan Kneer mit je fünf Treffern. Von Beginn an entwickelte sich für die 13.171 Zuschauer in der ausverkauften O2 World Hamburg eine spannende Partie. Beide Teams hatten ihre Chancen, die Punkteteilung kam erst in den Schlusssekunden zustande. In die sich nun anschließende Nationalmannschaftspause geht der HSV Handball trotz des Punktverlustes als weiterhin souveräner Tabellenführer.

Selbstbewusste Grosswallstädter gehen in Führung

Die Stimmung in der mit 13.171 Zuschauern voll besetzten O2 World Hamburg war zu Beginn fantastisch, auch weil Guillaume und Bertrand Gille direkt vor dem Anpfiff über den Video-Würfel bekannt gaben, dass sie ihre Verträge beim HSV Handball verlängert haben. Das erste Tor ihrer Mannschaft konnten die Hamburger Fans allerdings erst nach sechs Minuten, zum Stand von 1:2, bejubeln. Der TV Grosswallstadt trat mit viel Selbstbewusstsein und einer konsequenten Deckung auf. Der HSV justierte seine Defensive nach zehn Minuten und glich nach dem 1:3 (9.) zwischenzeitlich aus (3:3, 11.). Eine eigene Führung sprang in dieser Phase allerdings nicht heraus. Nach einer Viertelstunde hatten die Gäste ein 6:3 vorgelegt. Als Hans Lindberg beim Stand von 4:7 einen Siebenmeter an die Latte setzte, nutzte der TVG die Gelegenheit und baute seine Führung erstmals auf vier Tore aus (9:5, 22.). Mit Druck aus dem Rückraum, durch zwei Tore von Pascal Hens und Krzysztof Lijewski, sowie einem wiederum verwandelten Siebenmeter von Hans Lindberg sorgte der HSV für den Anschlusstreffer (8:9, 25.). So entwickelte sich auch in der Schlussphase der ersten Hälfte eine spannende Partie. Nun war es wieder der TVG, der zweimal hintereinander traf (11:8, 26.), und diese Führung auch in die Pause mitnahm. Beim Stand von 13:11 für die Gäste wurden die Seiten gewechselt.

Dramatische Schlussphase endet mit Remis

Mit der Unterstützung der Zuschauer, die mit den Fan-Klatschen vom ‚Sponsor des Tages‘ REWE trotz dieses Rückstandes weiter ordentlich Stimmung machten, verwertete der HSV Handball seine ersten Angriffe des zweiten Durchgangs konsequent und kamen erneut zum Anschlusstreffer (14:15, 35.). Fünf Minuten später glich der HSV einerseits aus (16:16), andererseits sah Grosswallstadts Steffen Weinhold infolge seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte (41.). Die Überzahl konnte der HSV jedoch nicht nutzen, um seine erste Führung heraus zu schießen. Diese gelang erst Bertrand Gille mit dem 18:17 nach 42 Minuten. Die Stimmung der Fans erreichte einen nächsten Höhepunkt, zumal Per Sandström, der Johannes Bitter eine Viertelstunde vor dem Ende im HSV-Tor ablöste, in seiner ersten Aktion einen Siebenmeter parierte (46.). Auch die Schlussphase blieb extrem spannend. Grosswallstadts Torhüter Mattias Andersson  parierte zwei HSV-Angriffe in Folge und sein Team legte erneut zwei Treffer vor (21:19, 53.). Umso aggressiver verteidigten die Gäste ihre Führung und gerieten nun in doppelte Unterzahl. Der HSV nutzte diese sowie die folgende Szene zum 21:21-Ausgleich (57.) und ließ nun seinerseits keinen Gegentreffer zu. Marcin Lijewski brachte sein Team zwei Minuten vor dem Ende wieder in Front (22:21). In diesen letzten 120 Sekunden hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Der TVG glich aus und hatte in der letzten Szene Ballbesitz. Stefan Schröder rettete mit seinem Ballgewinn jedoch den Punkt. Beste  Werfer der Partie waren Hans Lindberg auf Seiten des HSV und Stefan Kneer für die Gäste mit jeweils fünf Toren.

HSV Handball: Bitter (6 Paraden, 1.-45.); Sandström (4/1 P., 45.-60.);
Lindberg 5/5, Hens 4, Lackovic 3, Vori 3, K. Lijewski 2, Duvnjak 1, Jansen 1, M. Lijewski 1, B. Gille 1, Kraus 1, Schröder, Flohr, G. Gille n.e., Schliedermann n.e.

TV Grosswallstadt: Andersson (7 P., 1.-60.); Krott n.e.;
Kneer 5, Spatz 4/1, Larsson 4, Weinhold 3, Schäpsmeier 3, Köhrmann 2, Kunz 1/1, Jakobsson, Szücs, Tiedtke, Reuter n.e., Kossler n.e.

Siebenmeter: 5/6 – 2/3 (Lindberg scheitert an der Latte – Sandström wehrt gegen Spatz ab)

Zeitstrafen: 2 – 7 (Duvnjak, B. Gille – Weinhold 3x, Köhrmann 2x, Schäpsmeier, Kunz)

Rote Karte: Weinhold (TVG, 41., dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg / Dodendorf)

Spielfilm: 0:1 (1.), 0:2 (5.), 1:2 (7.), 1:3 (8.), 3:3 (11.), 3:6 (16.), 4:6 (19.), 4:8 (21.), 5:8 (21.), 5:9 (22.), 8:9 (25.), 8:11 (26.), 9:11 (27.), 11:13 (30.) – 12:13 (31.), 12:14 (32.), 14:16 (37.), 16:16 (40.), 16:17 (41.), 18:17 (44.), 18:18 (45.), 19:19 (47.), 19:21 (53.), 22:21 (58.), 22:22 (59.), 22:22 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir hatten heute große Probleme, den Ball aufs Tor zu bringen. Der TVG ist mit sehr viel Selbstbewusstsein angereist, das hat man gemerkt. Und dann wird es natürlich mit jeder Minuten schwerer. In den letzten 40 Minuten haben wir gekämpft wie die Löwen, aber die Big Points sind uns heute nicht gelungen. Daher muss ich auch zufrieden sein mit diesem Punkt. Der TVG ist eindeutig die Mannschaft der Stunde, und von meiner Mannschaft erwarte ich, dass wir das Selbstvertrauen, das uns heute vorgeführt wurde, selbst in den nächsten Spielen zeigen und dann auch mit mehr Dampf ins Spiel kommen.“

Peter David (Trainer TV Grosswallstadt): „Ich bin natürlich zufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben in der letzten Zeit sehr gute Spiele abgeliefert, und das war auch das, was wir uns für heute vorgenommen haben. Das oberste Ziel war es, das Tempo aus dem Hamburger Spiel zu nehmen. Bis zur 55. Minute haben wir uns super präsentiert, dann wurde es nochmal hektisch. Insgesamt denke ich aber, dass der Punkt für beide Seiten in Ordnung ist.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Man muss dem TV Grosswallstadt ein Kompliment machen: Sie haben heute keinen Ball hergegeben. So haben wir unser Tempo nicht aufnehmen können. Dann sind am Ende 22 Tore gegen so ein Team eben zu wenig.“

Notizen zum Spiel:

  • Pascal Hens wurde vor dem Spiel durch Präsidiumsmitglied Frank Spillner für sein 300. Pflichtspiel im HSV-Trikot geehrt. Der Kapitän des HSV Handball erhielt zu seinem Jubiläum eine Flasche Champagner.
  • HSV-Partner Haspa übergab im Rahmen des Spiels den HSV-Juniorteams offiziell ein neues Videoanalyse-System. Über den ersten Einsatz im Jugendbereich des HSV Handball wird an dieser Stelle in den nächsten Tagen ausführlich berichtet.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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