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30.04.11 VELUX EHF CL: Final4, wir kommen !!!

HSV löst sein Köln-Ticket mit 37:37 (14:19) bei Chekhovskie Medvedi
Der HSV Handball steht als erster Teilnehmer des VELUX EHF Final4 in Köln fest. Bei Chekhovskie Medvedi kam die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten zu einem 37:37 (14:19)-Unentschieden. In der ersten Hälfte lagen die Hamburger, die das Hinspiel mit 14 Toren Vorsprung gewonnen hatten, bereits mit 7:15 in Rückstand. Diesen konnte der Bundesliga-Spitzenreiter bis zur Pause jedoch verkürzen und in der zweiten Hälfte selbst in Führung gehen. Am Ende waren die beiden Medvedi-Akteure Siarhei Harbok und Dmitry Kovalev mit jeweils acht Toren die besten Werfer des Rückspiels. Auf der anderen Seite gelangen Domagoj Duvnjak sieben Treffer.
HSV nach mäßigem Start mit Fünf-Tore-Rückstand in die Pause
Vor einer spärlichen Kulisse von lediglich knapp 1.000 Zuschauern in der Universal Sportshall Olimpiyskiy in Chekhov kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Zwar gelang den Hamburgern mit dem 1:0 in der 2. Minute das erste Tor, die ‚Bären‘ bestimmten in der Folge durch eine offensive und körperbetonte Deckungsarbeit aber das Spiel. Über 3:1 (5.) und 5:2 (9.) konnte der russische Meister in der Anfangsviertelstunde vorerst auf 9:3 davon ziehen. Nach 22 Minuten hatte Chekhovskie Medvedi sogar eine Führung von acht Treffern heraus geworfen (15:7) und somit mehr als die Hälfte des Hamburger Vorsprungs aus dem Hinspiel (38:24) aufgeholt. Der HSV Handball jedoch ließ sich durch diesen Zwischenstand nicht aus dem Konzept bringen und markierte nun seinerseits drei Treffer in Folge. Das Spiel über den Kreis in Person von Igor Vori brachte das 10:15 aus Hamburger Sicht ein (25.). Mit diesem Rückstand ging es allerdings auch in die Pause.
torreiches Partie endet unentschieden und führt Hamburg ins Final4
In die zweite Hälfte startete der HSV in doppelter Überzahl und neuem Elan. Torsten Jansen und Domagoj Duvnjak verkürzten schnell auf 16:19 (32.). Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb agierte in der Defensive nun mit mehr Übersicht und übernahm durch ein druckvolles Angriffsspiel immer mehr das Kommando. Eine Viertelstunde vor dem Ende glichen die Hamburger erneut aus (28:28). Auch in der Schlussphase entwickelte sich eine rasante und torreiche Partie, in der die Gäste in der 51. Minute ihrerseits in Führung gehen konnten (32:31). Erneut Domagoj Duvnjak, der am Ende mit sieben Treffern bester HSV-Akteur des Nachmittags sein sollte, und Stefan Schröder bauten diesen Vorsprung aus (35:33, 54.), am Ende gelang es den Gastgebern jedoch, das Remis wieder herzustellen. Mit Dmitry Kovalev und Siarhei Harbok hatte Medvedi zudem die beiden besten Schützen der Partie, mit jeweils acht Treffern, in ihren Reihen. Das Ticket für das VELUX EHF Final4 in Köln löste jedoch der HSV Handball mit einer in Hin- und Rückspiel insgesamt sehr stabilen Leistung.
Chekhovskie Medvedi: Grams (4 Paraden, 1.-43.); Budkov (2 P., 43.-60.);
Harbok 8, Kovalev 8/4, Shelmenko 5, Chernoivanov 4, Chipurin 4, Filippov 4, Dibirov 2, Starykh 2, Rastvortsev, Ivanov, Aslanyan n.e., Skopintsev n.e., Zotov n.e., Shishkarev n.e.
HSV Handball: Bitter (6 P., 1.-22., 31.-60.); Sandström (2 P., 22.-30. Und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Duvnjak 7, Hens 6, Vori 5, Lindberg 5/2, K. Lijewski 5, Schröder 4, Flohr 2, Lackovic 1, Jansen 1, Schliedermann 1, B. Gille, G. Gille
Siebenmeter: 4/4 – 2/4 (Lindberg wirft an die Latte, Lindberg scheitert an Budkov)
Zeitstrafen: 6 – 4 (Chernoivanov 2x, Rastvortsev 2x, Dibirov, Chipurin – B. Gille, Jansen, Flohr, G. Gille)
Schiedsrichter: Oscar Raluy Lopez / Angel Sabroso Ramirez (ESP)
Spielfilm: 0:1 (2.), 3:1 (5.), 3:2 (5.), 5:2 (9.), 5:3 (9.), 9:3 (15.), 9:4 (16.), 10:5 (17.), 12:5 (18.), 12:6 (18.), 13:7 (20.), 15:7 (22.), 15:10 (25.), 16:10 (26.), 19:13 (30.), 19:14 (30.) - 19:15 (31.), 19:16 (32.), 20:16 (32.), 20:18 (34.), 21:18 (34.), 22:19 (35.), 23:19 (36.), 23:20 (37.), 25:22 (38.), 25:23 (39.), 26:23 (39.), 27:25 (41.), 27:26 (42.), 28:26 (43.), 28:28 (45.), 29:28 (46.), 29:29 (47.), 31:31 (50.), 31:32 (51.), 32:32 (52.), 33:33 (53.), 33:35 (54.), 34:35 (55.), 35:36 (58.), 36:36 (58.), 36:37 (60.), 37:37 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Für uns war das Ergebnis aus dem Hinspiel schon ein ungewohntes, vielleicht haben wir uns daher ein wenig zu sicher gefühlt. In ersten Hälfte haben wir es jedenfalls nicht wirklich gut gemacht. Medvedi hat sehr viel Druck aufgebaut und uns damit Probleme bereitet. Nach der Pause hat mir dann unsere Vorwärtsbewegung wesentlich besser gefallen, das Team hat deutlich mehr Tempo gemacht. Und jetzt freuen wir uns auf Final4 in Köln.“
Vladimir Maximov (Trainer Chekhovskie Medvedi): „Das Viertelfinale haben wir schon in Hamburg verloren. Heute hat unsere zweite Reihe besser funktioniert. Unser größtes Problem ist es, dass wir so selten gegen so gute Mannschaften spielen können. Zur Halbzeit lagen wir mit fünf Toren vorne, wie auch Hamburg im Hinspiel. Dann hat der HSV aber angezogen und wir konnten das Tempo nicht mitgehen. Nun wünsche ich mir nur noch, gegen den späteren Champions League-Sieger ausgeschieden zu sein.“
Pascal Hens (Kapitän HSV Handball): „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben die Bälle zu einfach abgegeben. Erst in der zweiten Hälfte konnten wir, warum auch immer, aggressiver zur Werke gehen, hatten so auch mehr Zug zum Tor und haben dann Tor für Tor aufgeholt. Aber egal wie: Wir sind im Final4.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Nach anfänglichen Problemen sind wir leider erst am Ende der ersten Hälfte so richtig ins Spiel gekommen. Wichtig war aber, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Nach der Pause hat endlich der letzte Schritt nicht mehr gefehlt und wir konnten das Tempo erhöhen. Am Ende waren wir sehr konzentriert und haben, glaube ich, verdient noch das Remis geholt.“
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