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03.04.11 VELUX EHF CL: HSV feiert Einzug ins Viertelfinale

Hamburger feiern 35:33 (19:16)-Erfolg über Cuatro Rayas Valladolid

Der HSV Handball hat die nächste Runde in der VELUX EHF Men’s Champions League erreicht. Mit einem 35:33 (19:16)-Erfolg im Achtelfinal-Rückspiel bei Cuatro Rayas Valladolid ziehen die Hamburger in das Viertelfinale der europäischen Königsklasse ein. Zuvor setzte sich die Mannschaft von Martin Schwalb bereits im Hinspiel mit 28:22 gegen den spanischen Top-Club durch. Die Zuschauer im Polideportivo Pisuerga bekamen ein hartumkämpftes Match zu sehen. Beide Mannschaften traten mit Aggressivität und Siegeswille auf. Über sechzig Minuten entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, die der HSV über weite Strecken jedoch leicht dominierte und am Ende für sich entscheiden konnte. Bester Werfer der Hamburger wurde Hans Lindberg mit acht Treffern, davon zwei Siebenmeter.

HSV dominiert die Partie mit Ruhe und Übersicht

Auf den HSV Handball wartete im Polideportivo Pisuerga eine aufgeheizte Atmosphäre durch das spanische Publikum, welches gewillt warm sein Team voran zu treiben. Und auch auf der Platte empfing Cuatro Rayas Valladolid die Hamburger mit Aggressivität. Von Beginn an hieß es für das Schwalb-Team Zähne zusammenbeißen, denn beim Gastgeber trafen die Hanseaten auf eine hart zupackende, aggressive und kämpferische 3-2-1-Defensive. Doch der HSV zeigte sich von Beginn an engagiert und gewillt, den Kampf anzunehmen. Mit viel Übersicht bauten die Hamburger ihr Angriffsspiel auf und ließe sich durch körperliche Härte und kleine Provokationen nicht aus der Ruhe bringen. Bereits frühzeitig gingen die Hamburger in Führung (0:1, 3. Minute) und legten bis zur Halbzeitpause immer weiter vor. In einer starken Anfangsphase sorgte Torsten Jansen mit seinem dritten Treffer für das 5:3 (10.) des HSV. Auch auf Seiten der Gäste ging man nicht zimperlich mit den Angreifern um. Ebenfalls in der offensiven Deckungsvariante nahm die Mannschaft von Martin Schwalb den Gegner früh an und erkämpfte sich auf diese Weise den ein oder anderen Ball. Auch Johannes Bitter zwischen den Pfosten lieferte eine sichere erste Hälfte. Der Zwei-Tore-Vorsprung hatte über acht Minuten Bestand, dann legten die Hamburger in Unterzahl nach. Im Doppelpack, per Siebenmeter und von Rechtsaußen, traf Hans Lindberg zum 11:7 (19.). Auch als die Spanier am Ende noch einmal herankamen, behielt der HSV die Übersicht. Nach dem 14:15-Anschlusstreffer durch Valladolids Krivokapic legte der HSV noch einmal nach und ging durch einen platzierten Rückraumtreffer in den langen Winkel von Kreisläufer Bertrand Gille mit 19:16 in die Halbzeitpause.

Hamburger entscheiden Kopf-an-Kopf-Rennen am Ende für sich

Zum Auftakt der zweiten Hälfte zeigte sich vor allem Marcin Lijewski stark. Mutig und mit Engagement nahm sich der Pole die ersten beiden Würfe und netzte zum 20:17 (31.) und 21:18 (33.) ein. Valladolid steckte jedoch nicht auf und holte sich in der 38. Minute durch den Oscar Perales die erste Führung (22:21). Beide Teams zeigten sich gewillt, den Sieg einzufahren und sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Kontrahenten lieferten sich fortan ein Duell auf Augenhöhe. Die Spanier legten nun vor, der HSV blieb dran. Die Treffer fielen abwechselnd auf beiden Seiten. Aus dem Rückraum übernahm Domagoj Duvnjak, der das Spiel mit Übersicht gestaltete, immer wieder Verantwortung und traf zum 22:22 (38.) und 28:29 (52.). Die Gäste behielten ihre Konstanz bei und zeigten sich sowohl in der Defensive als auch im Angriff stark, so dass das Kopf-an-Kopf-Rennen über weite Strecken Bestand hatte. Diverse Unterzahl-Situationen beim HSV gaben den kämpferischen Spaniern jedoch immer wieder die Möglichkeit, den Vorteil bei sich zu behalten. Immer wieder gelang es den Hamburgern höchstens den Ausgleich zu erzielen, Valladolid legte dann wieder vor (23:23, 40.; 29:29, 51.; 30:30, 53.) Erst in den Schlussminuten zog der HSV noch einmal an: Mit einer Fünfer-Serie machten die Hamburger aus einem 31:32 (56.) ein 35:32 (60.) und ließen den Gastgebern am Ende keine Chance mehr zum Sieg. Der Schlusstreffer von Valladolids Krivokapic machte den 35:33 (19:16)-Sieg für den HSV klar. Damit ziehen die Hamburger mit zwei Siegen souverän in das Viertelfinale der VELUX EHF Men’s Champions League ein. Bester Werfer beim HSV wurde Hans Lindberg mit acht Toren, Valladolids Havard Tvedten traf neun Mal.   

Cuatro Rayas Valladolid: Svensson (4/1 Paraden, 1.-18., 30.-60.);Sierra (2 P., 18.-30.);
Tvedten 9/6, Gurbindo 6, Perales 5, Krivokapic 4, Alonso 3, Fernandez 2, Antonio 2, Cutura 1, Bilbija 1, Rambo n.e., Romero n.e., Delgado n.e., Rodriguez n.e., Joli n.e.,

HSV Handball: Bitter (14/1 P., 1.-43.); Sandström (1 P., 43.-60. und für einen Siebenmeter eingesetzt);
Lindberg 8/2, Jansen 7, Duvnjak 6, M. Lijewski 6, Lackovic 3, B. Gille 2, Flohr 1, Vori 1, K. Lijewski 1, Kraus, Hens, Schröder n.e.

Siebenmeter: 6/7 – 1/1 (Bitter bleibt Sieger gegen Tvedten – Lindberg scheitert an Svensson)

Zeitstrafen: 3 – 7 (Fernandez, Alonso, Krivokapic – Duvnjak, 2x, Vori 2x, Lackovic, K. Lijewski, M. Lijewski)

Schiedsrichter: Nenad Nikolic / Dusan Stojkovic (SRB)

Spielfilm: 0:1 (3.), 1:2 (4.), 2:3 (6.), 3:5 (10.), 4:6 (12.), 7:9 (18.), 7:11 (19.), 9:11 (21.), 10:12 (22.), 10:13 (22.), 11:14 (24.), 12:15 (26.), 14:15 (27.), 14:16 (28.), 15:16 (28.), 16:17 (29.), 16:19 (30.) – 17:19 (31.), 18:20 (33.), 19:21 (34.), 22:21 (38.), 23:22 (38.), 24:24 (41.), 24:25 (42.), 27:25 (44.), 27:26 (45.), 28:26 (46.), 29:27 (49.), 29:29 (52.), 30:30 (53.), 32:30 (55.), 32:35 (60.), 33:35 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir sind mit Respekt vor dem Gegner in die Partie gegangen. Man hat in der Partie gesehen, dass dies berechtigt war. Valladolid hat eine sehr gute Mannschaft. Von daher sind wir sehr glücklich, das Spiel gewonnen zu haben. Wir hatten am Anfang paar Probleme in der Defensive, konnten das aber durch schnelle Gegentore durch die schnelle Mitte und im Gegenstoß kompensieren. Die Jungs haben gekämpft und am Ende verdient gewonnen.“

Juan Carlos Pastor (Trainer Cuatro Rayas Valladolid): „In der ersten HZ standen wir nicht gut genug in der Defensive. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Vielen Dank an das tolle Publikum, dass uns sehr gut unterstützt hat.“

Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Unser Ziel war es, gut in die Partie zu kommen. Das haben wir geschafft. Aber noch wichtiger war es, dass wir in der zweiten Halbzeit, als das spiel auf Messers Schneide stand, zurückgekommen sind und am Ende den Sack zugemacht haben. Wir haben verdient gewonnen.“

Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir wollten nicht nur weiter kommen sondern heute auch gewinnen. Es war ein hartes Spiel, aber am Ende haben wir es geschafft. Im Hinblick auf das Viertelfinale werden wir für jeden Gegner bereit sein und nehmen, was kommt.“

Havard Tvedten (Linksaußen Cuatro Rayas Valladolid): „Das Publikum war heute für uns, wie ein achter Mann. Wir wollten gewinnen, haben aber gegen ein sehr gutes Team gespielt. Der Knackpunkt war, dass wir zu viele Fehler im Angriff gemacht haben.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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