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24.03.11 VELUX EHF CL: HSV legt gegen Valladolid vor

Deutsch-spanisches Duell endet im Hinspiel 28:22 (11:15)

Im Achtelfinale der VELUX EHF Champions League hat sich der HSV Handball eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. Gegen Cuatro Rayas Valladolid gewann der Bundesliga-Spitzenreiter nach 60 packenden Minuten 28:22 (11:15). Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb nimmt somit zum Rückspiel in zehn Tagen einen Sechs-Tore-Vorsprung mit auf die Reise nach Spanien. Die Gastgeber fanden gegen die Mannschaft um den ehemaligen Hamburger Tomas Svensson zunächst schwer in die Partie und lagen zur Halbzeit zurück. In der zweiten Hälfte zeigte sich die Mannschaft von Martin Schwalb jedoch kämpferisch, holte den Rückstand Stück für Stück auf und sicherte am Ende den Sieg. Die besten Werfer der Hamburger in der mit 2.610 Zuschauern besetzten Sporthalle Hamburg waren Pascal Hens und Hans Lindberg mit jeweils sechs Toren, Lindberg davon mit einem Strafwurf. Valladolids Havard Tvedten traf achtmal.

Hamburger gehen mit Rückstand in die Pause

In Reihen der Gäste begrüßten die 2.610 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg den 43-jährigen Tomas Svensson mit tosendem Applaus zurück an alter Wirkungsstätte. Auch ins Spiel gingen die Hamburger Fans mit frenetischem Jubel für das eigene Team. Die Mannschaft von Martin Schwalb geriet jedoch zunächst mit 0:3 in Rückstand (5. Minute). Wenn auch Hans Lindberg per Tempogegenstoß das erste Tor gelang (1:3, 7.), tat sich der HSV in der Anfangsviertelstunde mit der offensiven Abwehr und dem Torhüter der Spanier, Jose Manuel Sierra, weiter schwer (3:7, 15.). Durch eine Tempoverschärfung und drei Treffern in Folge durch Torsten Jansen und zweimal Pascal Hens kamen die Gastgeber allerdings wieder heran (7:8, 20.). In der Folge entwickelte sich eine verbissen geführte Partie, in der gegen Valladolids Abwehrspezialisten Eduard Fernandez und Angel Romero bis zur Pause jeweils zwei Strafzeiten ausgesprochen wurden. Ihre Unterzahl glichen die Gäste jedoch durch einen zusätzlichen Feldspieler im Angriff aus und bauten ihre Führung wiederum auf 13:10 aus (26.). Keeper Sierra hielt zudem weiter stark und so ging es beim Stand von 11:15 aus HSV-Sicht in die Kabinen.

Mit starker Abwehr sichert der HSV am Ende den Sieg

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging es zwischen beiden Teams enger zu. Weder die Gäste konnten ihren Vorsprung über die vier Tore hinweg vergrößern, noch kam der HSV näher heran. So stand es nach 38 Minuten 15:19. Eine Parade von Johannes Bitter und ein Fehlwurf Valladolids  eröffneten den Hamburgern jedoch die Chance auf den erneuten Anschlusstreffer, den Hans Lindberg per Siebenmeter noch vergab. Bertrand Gille allerdings nutzte die erste doppelte Überzahl zum 18:19 (43.). Nach erneuten Ballgewinnen der HSV-Defensive glich Hans Lindberg noch in der gleichen Minuten erstmals im Spielverlauf aus (19:19), Matthias Flohr besorgte die erste Führung für sein Team (20:19, 45.). Die Abwehr der Gastgeber gab den Fans nun weiterhin Grund zum Jubeln und blieb insgesamt neun Minuten ohne Gegentor. So konnte das Schwalb-Team seine erste Führung gleich auf drei Tore ausbauen (22:19, 48.). Zwischen dem 23:20 (49.) und dem 25:22 (55.) verpasste es der HSV jedoch trotz weiterer Gelegenheiten, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. In den Schlussminuten scheiterten aber auch die Gäste immer wieder an Johannes Bitter. Beim Stand von 27:22 sah Asier Antonio auf der Gegenseite nach seiner dritten Zeitstrafe die rote Karte (58.). Kapitän Pascal Hens setzte in Überzahl den Schlusspunkt zum 28:22-Hinspielsieg, den sich der HSV mit einer guten Abwehrleistung in den letzten 20 Minuten redlich verdiente. Bester Werfer der Partie war Valladolids Havard Tvedten mit acht Toren, der HSV hatte in den sechsfachen Torschützen Hans Lindberg und Pascal Hens ihre erfolgreichsten Werfer.

HSV Handball: Bitter (10 Paraden, 1.-15., 30.-60.); Sandström (3 P., 15.-30.);
Hens 6, Lindberg 6/1, Flohr 4, B. Gille 3, K. Lijewski 3, Schröder 3/1, Kraus 1, Duvnjak 1, Jansen 1, Lackovic, Vori, M. Lijewski, Schliedermann n.e

Cuatro Rayas Valladolid: Sierra (13 P., 1.-60.); Svensson n.e;
Tvedten 8/5, Alonso 3, Cutura 3, Gurbindo 2, Perales 2, Bilbija 2, Fernandez 1, Romero 1, Antonio, Krivokapic, Delgado, Rodriguez, Rambo n.e, Joli n.e

Siebenmeter: 2/3 – 5/5 (Lindberg trifft die Latte)

Zeitstrafen: 3 – 8 (Duvnjak 2x, M. Lijewski – Fernandez 2x, Romero 2x, Antonio 3x, Tvedten)

Rote Karte: Asier Antonio (Valladolid, 58., dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Nikolaj Volodkov / Evgenij Zotin (RUS)

Spielfilm: 0:1 (2.), 0:3 (5.), 1:3 (7.), 1:6 (11.), 2:6 (11.), 4:8 (17.), 7:8 (20.), 9:10 (22.), 9:12 (25.), 10:12 (25.), 11:13 (27.), 11:15 (30.) – 12:15 (32.), 12:16 (33.), 15:19 (39.), 19:19 (43.), 22:19 (48.), 22:20 (48.), 24:22 (51.), 26:22 (56.), 28:22 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Uns ist allen klar, dass dieser Sieg nur das Halbzeit-Ergebnis ist – und wenn ich ehrlich bin, noch nicht einmal ein besonders gutes. Auch in Spanien wird es nicht leichter als heute, Valladolid wird uns mit seiner Spielart wieder zu richtigen Entscheidungen zwingen. Das haben wir in der ersten Halbzeit heute zu selten geschafft. Erst in der zweiten Hälfte haben unsere Abwehr und Jogi für den Sieg gesorgt. Das ist aber bei Leibe keine Gewähr für das Rückspiel. Valladolid hat heute richtig stark gespielt.“

Juan Carlos Pastor (Trainer Cuatro Rayas Valladolid): „Ich glaube, wir hätten ein besseres Resultat verdient gehabt. Ich gratuliere aber dem HSV zum Sieg. Zwei Punkte waren aus meiner Sicht entscheidend: Zum einen die Hinausstellungen gegen unser Team – im Sechs-gegen-Sechs hatten wir doch leichte Vorteile – zum anderen die vielen Ballverluste. So ist der HSV wieder ins Spiel gekommen und konnte es für sich entscheiden. Jetzt müssen wir alle Augen auf das Rückspiel richten.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Die Halbzeitansprache war laut und deutlich du hat uns den richtigen Push gegeben. So haben wir nach der Pause die entscheidende Leistungssteigerung hinbekommen. Wir wissen aber, dass dies nur das Vorspiel war. Das Endspiel wird in Spanien stattfinden.“

Havard Tvedten (Linksaußen Cuatro Rayas Valladolid): „Wir haben zu viele Fehler gemacht, wie die Statistik zeigt. Und wir haben zu viele Bälle gegen eine gute HSV-Abwehr zu leicht verloren. Das war aber erst das Hinspiel, wir haben noch 60 Minuten.“

Notizen zum Spiel:

  • Bertrand Gille, der vor dem Anpfiff von HSV-Aufsichtsrat Fritz Bahrdt eine Flasche Rotwein zu seinem 33. Geburtstag überreicht bekam, erzielte mit 10:12 seinen 1250. HSV-Treffer (25. Minute).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

HSV-DAUERKARTE

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