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29.05.11 VELUX EHF FINAL4: Am Ende Platz drei

Deutscher Meister mit 33:31 (15:13) gegen Rhein-Neckar Löwen
Der HSV Handball schließt die VELUX EHF Champions League 2010/2011 auf Platz drei ab. Im rein-deutschen kleinen Finale des VELUX EHF FINAL4 spielte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb gegen die Rhein-Neckar Löwen 33:31 (15:13). Die 19.250 Zuschauer in der Lanxess Arena bekamen noch einmal eine abwechslungsreiche und vor allem torreiche Partie geboten. Zum besten Werfer des Nachmittags avancierte Olafur Stefansson von den Rhein-Neckar Löwen mit sieben Treffern. Bertrand Gille erzielte für den HSV Handball sechs Tore. Das Champions League-Endspiel gewann der spanische Meister FC Barcelona gegen Renovalia Ciudad Real mit 27:24 (14:10).
Hamburg mit gutem Start im ‚kleinen Finale‘
Ohne Blazenko Lackovic, der am ersten Tag des VELUX EHF FINAL4 eine Bauchmuskelzerrung erlitten hatte, trat der HSV Handball das Spiel um Platz drei an. Die Partie begann mit einem Lattenkracher von Pascal Hens, der erst kurz vor dem eigenen Sechs-Meter-Kreis wieder herunter kam. Kraftvoll gingen die Hamburger auch in der Folge zu Werke, Johannes Bitter knüpfte zudem an seine Halbfinal-Leistung an. So gelangen den Schwalb-Schützlingen zu Beginn vier Treffer in Folge (4:0, 5. Minute). Insbesondere die Anspiele an den Kreis wurden von einem sehr agilen Bertrand Gille effektiv verwertet. In der ersten Viertelstunde kam der französische Weltmeister auf vier Treffer aus vier Versuchen (9:5, 15.). Die Löwen schärften nun ihre Klauen: Einer Abwehraktion fiel das Trikot von Marcin Lijewski zum Opfer, sodass der Pole seine Arbeitskleidung wechseln musste. An dem Vorsprung aus der Anfangsphase änderte das jedoch nichts. Beim Stand von 11:7 nach 20 Minuten gerieten die Hamburger allerdings in doppelte Unterzahl, konnten ihren Vorsprung in dieser Situation zunächst aber sogar ausbauen: Pascal Hens setzte sich energisch zum 12:7 durch. Auf der anderen Seite ließ der HSV in diesen zwei Minuten lediglich zwei Treffer zu (12:9, 23.). Nach dem 14:10 durch Igor Vori (24.) blieben die Hamburger allerdings fünf Minuten ohne Tor, sodass die Rhein-Neckar Löwen den Anschlusstreffer zum 13:14 schafften (26.). Zum Ausgleich kam es jedoch nicht: Letztlich nahm der HSV einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Pause (15:13).
Faire Partie endet torreich und mit HSV-Sieg
Auch die zweite Hälfte begann für die Hamburger mit einem Pfostenschuss, sodass die Löwen erneut auf ein Tor heran rücken konnten (14:15, 32.). Wiederum Bertrand Gille, der vor der Pause mit vier Treffern der erfolgreichste Akteur war, und Stefan Schröder fanden jedoch die richtige Antwort (17:14, 34.). Die Defensive des HSV Handball präsentierte sich weiter sehr aufmerksam und Per Sandström, der Johannes Bitter nach 36 Minuten und neun Paraden im HSV-Tor ablöste, war ebenfalls sofort hellwach. In seiner ersten Aktion wehrte der Schwede direkt einen Angriff ab und leitete das 20:17 durch Krzysztof Lijewski ein (38.). Vor 19.250 Zuschauern in der wiederum voll besetzten Lanxess Arena ging es nun hin und her: Dabei baute Bertrand Gille seine Bilanz mit dem 22:19 weiter aus (41.). Per Sandström parierte zudem einen Siebenmeter gegen Uwe Gensheimer (44.). Dennoch gelang den Löwen zunächst der erneute Anschlusstreffer (24:25, 46.) sowie, zehn Minuten vor dem Ende, der Ausgleich per Siebenmeter (27:27). Der HSV reagierte mit drei Treffern in Folge durch Michael Kraus, ebenfalls per Strafwurf, Stefan Schröder und Igor Vori (30:27, 52.). In einer überaus fairen Partie bedeute diese kleine Serie die Vorentscheidung. Die Partie endete mit 33:31 und somit dem dritten Platz in der VELUX EHF Champions League für den HSV Handball. Bester Werfer der Partie war Olafur Stefansson von den Rhein-Neckar Löwen mit sieben Treffern, Bertrand Gille kam für sein Team auf sechs Tore.
Rhein-Neckar Löwen: Fritz (13 Paraden, 1.-60.); Rominger n.e.;
Stefansson 7/3, Sesum 5, Myrhol 5, Tkaczyk 3, Gensheimer 3/2, Bielecki 2, Sigurdsson 2, Cupic 2, Müller 1, Groetzki 1, Schmid, Roggisch, Gunnarsson, Lund n.e.
HSV Handball: Bitter (9 P., 1.-37. und für einen Siebenmeter eingewechselt); Sandström (10 P., 37.-60.);
B. Gille 6, Schröder 5, Vori 5, K. Lijewski 4, Jansen 3, Hens 3, Duvnjak 2, G. Gille 2, Kraus 2/2, M. Lijewski 1, Flohr, Lindberg, Lackovic n.e., Schliedermann n.e.
Siebenmeter: 5/7 – 2/3 (Gensheimer wirft über das Tor, Sandström pariert gegen Gensheimer – Lindberg scheitert an Fritz)
Zeitstrafen: 4 – 3 (Roggisch 2x, Sigurdsson, Bielecki – Duvnjak, G. Gille, Jansen)
Spielfilm: 0:1 (2.), 0:4 (5.), 1:4 (6.), 2:6 (8.), 4:6 (12.), 4:7 (12.), 6:9 (16.), 6:11 (19.), 7:11 (20.), 10:14 (24.), 13:14 (26.), 13:15 (29.), 13:15 (30.) – 14:15 (32.), 14:17 (34.), 15:17 (34.), 18:20 (39.), 21:23 (44.), 25:27 (48.), 27:27 (50.), 27:30 (52.), 28:30 (53.), 30:32 (59.), 31:33 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ich bin sehr, sehr stolz auf mein Team, das heute von der ersten Minute an alles gegeben hat, um dieses Spiel zu gewinnen. Alle hatten den Willen, sich gegen die Löwen durchzusetzen. Und so sind wir auch sehr gut in die Partie gestartet. Als es eng wurde, haben wir außerdem die richtigen Entscheidungen getroffen und freuen uns nun am Ende über den Sieg und den dritten Platz.“
Gudmundur Gudmundsson (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Ich muss den Zuschauern für ein tolles Spiel danken. Für uns lief es dabei leider wie gestern: wir kamen schlecht in die Partie. Aber die Mannschaft hat Charakter gezeigt und sich wieder ins Spiel gekämpft. In der zweiten Halbzeit waren wir dann gleich auf, haben aber ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Auch wenn wir alles versucht haben, der HSV war heute zu stark.“
Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Wir freuen uns sehr über diesen Sieg, den wir mit richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit geholt haben. Wir hatten immer eine Antwort parat und sind sehr froh, dass wir das letzte Spiel dieser Champions League-Saison gewonnen haben.“
Oliver Roggisch (Rückraumspieler Rhein-Neckar Löwen): „Der HSV war heute in den entscheidenden Phasen einfach cleverer. Das ist es auch, was Mannschaften wie Barcelona und Hamburg uns noch voraus haben. Aber wir können stolz auf unsere Leistung sein, die wir in dieser Champions League-Saison gezeigt haben. Heute waren leider einige Schwächen dabei, die man sich auf diesem Niveau nicht erlauben darf. Der HSV hat uns mit einer hervorragenden zweiten Welle und seinen Gegenstößen das Genick gebrochen.“
Notizen zum VELUX EHF FINAL4:
- Torsten Jansen gelang mit dem 11:6 nach 18 Minuten sein 1300. Treffer für den HSV Handball. Der Linksaußen ist der erste Akteur, der diese Marke im HSV-Trikot knackt.
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