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26.02.11 VELUX EHF MCL: Auswärtssieg in Schweden

Vor dem Spiel bei IK Sävehof Gedenkminute für den an Krebs verstorbenen Jonas Ernelind

Durch einen Auswärtssieg in Schweden klettert der HSV Handball in der VELUX EHF Champions League-Gruppe B wieder auf den dritten Platz. Bei IK Sävehof gewannen personell angeschlagene Hamburger eine über weite Strecken ausgeglichene Partie am Ende verdient mit 34:31 (18:18).
Vor dem Spiel wurde eine Gedenkminute für den in der Nacht zu Freitag an Hautkrebs verstorbenen früheren Rechtsaußen Jonas Ernelind abgehalten. Der Schwede, der nur 34 Jahre alt wurde, stand von 2002 bis 2004 beim HSV unter Vertrag.

Sävehof setzt sich ab, Hamburg gleicht wieder aus

Im Eindruck des Todes von Jonas Ernelind, dessen Heimatverein IK Sävehof war, der aber auch in 71 Spielen 283 Treffer für den HSV Handball erzielte, begann die Partie in der Sparebanken Arena Lidköping. 2.042 Zuschauer sahen ein Gästeteam, das ohne einen nominellen Rückraumlinks ins Spiel ging. Michael Kraus übernahm diese Rolle. Dafür übernahmen mit Marcin Lijewski und seinem Bruder Krzysztof Lijewski zwei Linkshänder das Kommando im HSV-Angriff. In der Anfangsphase wechselte die Führung mehrfach. So lag Sävehof nach dem 1:0 (1. Minute) mit 3:2 (7.) und 5:4 (10.) vorn, der HSV konterte mit dem 2:1 (3.), dem 4:3 (9.) sowie mit dem erneuten Ausgleich (5:5, 11.). In der Folge nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten jedoch konsequenter und konnten die Hamburger Deckung durch ihr Positionsspiel mehrfach auseinander ziehen. Das 13:10 (18.) erhöhte IK bis zur 23. Minute auf 17:12. In dieser Phase wechselte der HSV Johannes Bitter im Tor für Per Sandström, der gegen seinen ehemaligen Klub startete, ein. Doch auch die Abwehr packte nun besser zu. Bis zur Pause glichen die Mannen von Trainer Martin Schwalb nicht nur aus (17:17, 28.), sondern gingen ihrerseits wiederum in Führung (18:17, 29.). Zur Pause stand ein leistungsgerechtes 18:18 auf der Anzeigentafel.

HSV mit längerem Atem in einer fairen Partie

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein munteres und faires Spiel. Auf Hamburger Seite tat sich Michael Kraus in seiner ungewohnten Rolle als zehnfacher und somit bester HSV-Torschütze hervor. Für IK Sävehof war Johan Jakobsson die zentrale Person im Spiel. Der Linkshänder traf insgesamt elf Mal. So ging es hin und her, bis zum 27:27 (43.) konnte sich kein Team absetzen. Eine Viertelstunde vor Schluss dann eine erste entscheidende Phase, in der in fünf Minuten lediglich drei Treffer fielen und der HSV das 30:28 erzielte (50.). Die Schweden verkürzten zwar noch einmal (30:31, 56.), doch mit drei weiteren Treffern in Folge sorgte der HSV Handball endgültig für die Entscheidung im Spiel. Stefan Schröder, Igor Vori und der siebenfache Torschütze Marcin Lijewski bauten die Führung für ihr Team auf 34:30 aus (59.). Am Ende stand ein verdienter 34:31-Erfolg gegen ein junges schwedisches Team, das sich stark präsentierte. Durch die zwei Punkte gegen Sävehof, und durch die gleichzeitige Niederlage KIF Koldings gegen MKB Veszprém KC (29:34), rückt der HSV Handball in der Gruppe B auf Rang drei.

IK Sävehof: Forsberg (10 Paraden, 1.-60.); Johannesson n.e.;
Jakobsson 11, R. Johansson 4, Fritzon 4, T. Johannsson 3, J. Stenbäcken 3/1, Barud 2, Nielsen 1, Forsell-Schefvert 1, A. Stenbäcken 1, Berggren 1, Mansson n.e., Blickhammer n.e.

HSV Handball: Sandström (5 P., 1.-23.); Bitter (3 P., 23.-60.);
Kraus 10, M. Lijewski 7, K. Lijewski 3, Lindberg 3/2, B. Gille 3, Vori 3, Duvnjak 2, Flohr 2, Schröder 1, G. Gille, Jansen n.e., Hens n.e., Schliedermann n.e.

Siebenmeter: 1/1 – 2/2

Zeitstrafen:  5 – 2 (Barud, A. Stenbäcken, Nielsen, Forsell-Schefvert, Jakobsson – M. Lijewski, Duvnjak)

Schiedsrichter: Milan Hajek / Karel Macho (CZE)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 3:2 (7.), 3:4 (9.), 5:4 (10.), 5:5 (11.), 8:8 (15.), 10:8 (16.), 10:9 (16.), 11:10 (17.), 13:10 (18.), 13:11 (19.), 16:11 (21.), 16:12 (21.), 17:13 (23.), 17:18 (29.), 18:18 (30.) – 18:19 (32.), 19:19 (33.), 25:25 (38.), 27:27 (43.), 28:28 (48.), 28:30 (40.), 29:30 (52.), 30:31 (56.), 30:34 (59.), 31:34 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Sävehof hat uns in der ersten Halbzeit vor große Probleme gestellt. Wir hatten viel zu viele Ballverluste und in der Abwehr große Probleme. Man hat auch gemerkt, dass viele wichtige Kräfte im Aufbau und im Angriff gefehlt haben. Ich bin aber sehr froh, dass sich die Mannschaft durchgebissen hat und wir am Ende auch verdient gewonnen haben.“

Mikael Franzen (Trainer IK Sävehof): „Die erste Hälfte war wirklich gut von uns. Wir haben deutlich geführt, da schmerzte es natürlich, dass es mit 18:18 in die Pause ging. Auch wenn wir die Chance hatten, heute hier zu siegen, war der HSV am Ende besser. Das muss ich zugeben.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Wir haben in der ersten Halbzeit große Lücken in der Abwehr zugelassen, die gnadenlos bestraft wurden. Aufgrund technischer Fehler und Abspiele, die beim Gegner landeten lagen wir zu Recht deutlich hinten. In der zweiten Hälfte haben wir uns zurück gekämpft. Das war nicht perfekt, aber viel sicherer als vor der Pause. Der Sieg geht dann auch meiner Meinung nach in Ordnung.“

Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Es ist schon ein spezielles Gefühl, hier anzutreten. Letztendlich muss es für mich jedoch ein Spiel wie jedes andere sein. Bekannte hier zu treffen und die Heimatsprache zu sprechen, ist aber toll.“

Notizen zum Spiel:

  • Michael Kraus erzielt früh, nach zwölf Minuten, mit dem 7:7, sein 100. Saisontor.
  • Marcin Lijewski gelang mit dem 22:22 in der 34 Minute der 500. Treffer im HSV-Trikot.
  • Das 33:30 (57.) war zugleich Igor Voris 300. HSV-Treffer.
  • Nach der Partie beziehen die Hamburger Quartier in Göteborg. Die Rückreise tritt der HSV am Sonntagvormittag um 12.35 Uhr per Lufthansaflug LH 2945 nach Hamburg an.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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