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13.04.08 Verdienter 30:26 (15:14)-Erfolg in Essen

Mit einem 30:26 (15:14)-Erfolg bei TUSEM Essen meldet sich der HSV Handball in der TOYOTA Handball-Bundesliga zurück. Nur 44 Stunden nach Abpfiff des Champions League-Halbfinales gegen BM Ciudad Real erspielten sich die Hamburger vor 3.200 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle „Am Hallo“ einen verdienten Sieg. Zum erfolgreichsten Akteur der Partie avancierte Hans Lindberg mit zehn Treffern, davon die Hälfte aus Siebenmetern. Durch den Erfolg baut der HSV Handball seinen Vorsprung gegenüber den Rhein-Neckar Löwen auf Rang vier wiederum auf sechs Punkte aus. Zugleich verkürzen die Hamburger den Rückstand auf Tabellenführer THW Kiel und die zweitplatzierte SG Flensburg-Handewitt auf zwei Zähler.
Knapper Vorsprung zur Pause
Ohne die verletzten Torsten Jansen, Stefan Schröder und Matthias Flohr reiste der HSV Handball in den Sportpark „Am Hallo“ an. Vor 3.200 Zuschauern entwickelte sich eine anfangs eine harte geführte Begegnung des Tabellen-Siebzehnten und dem Drittplatzierten der TOYOTA Handball-Bundesliga. Die ersten drei Tore zur 2:1-Führung der Gastgeber (4. Minute) resultierten jeweils aus Strafwürfen. Aus dem Spiel heraus konnten sich die Essener zunächst auf 4:2 absetzen (6.), ehe die Hamburger das erste Mal selbst in Führung gehen konnte. Das 5:4 in der 12. Minute war ein sehenswerter Kempa-Trick von Heiko Grimm und Torschütze Pascal Hens. Aus einer sicher stehenden Defensive heraus konnten die Gäste ihren Vorsprung bis Mitte der ersten Halbzeit halten (7:6, 15.). Nach einem von Kyung-Shin Yoon gegen Torsten Friedrich vergebenen Siebenmeter glich der TUSEM zunächst aus und ging dann wiederum in Führung (8:7, 17.). Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit drehte der HSV nach vier Toren in Folge, je zwei von Heiko Grimm und Krzysztof Lijewski, das Spiel wieder zu eigenen Gunsten (15:13, 29.) Mit einem knappen 15:14-Vorsprung der Hamburger ging es in die Kabinen.
Lindberg führt HSV Handball zum Sieg
Nach der Pause sahen die Zuschauer von Hamburger Seite temporeichen Handball, mit dem die Gäste die erste Vier-Tore-Führung des Spiels herstellten (19:15, 35.). In Unterzahl, Lijewski saß auf der Strafbank, kassierte der HSV allerdings drei Tore in Folge (18:19, 38.). Der HSV Handball agierte jedoch in der Folge wiederum aus einer konzentrierten Defensive und konnte einige Tempogegenstöße fahren. Vor allem ein nach der Halbzeit aufdrehender Hans Lindberg führte die Gäste über 23:20 (41.), 26:23 (49.) zur Entscheidung (29:25, 58.). Der dänische Europameister erzielte neun seiner zehn Treffer nach der Pause und verwandelte all seine fünf Strafwürfe des zweiten Durchgangs. Lindberg war es auch, der das 30:25 in der Schlussminute erzielte. TUSEM Essen verkürzte in Unterzahl noch auf 26:30, das den Endstand darstellte.
TUSEM Essen: Eijlers (9 Paraden, 1.-60.); Friedrich (1/1 P., für fünf Siebenmeter eingewechselt);
Schmetz 8/4, Katzirz 6, Klesniks 5, Vrany 4, Schmidt 2, Casanova 1, Dietrich, Dragunski n.e., Schütte n.e., A. Schult n.e., Siniak n.e., Wozniak n.e.
HSV Hamburg: Bitter (9 P., 1.-19., 44.-60.); Sandström (5 P., 19.-44.); Müller n.e.;
Lindberg 10/5, Hens 7, Yoon 3, Lijewski 3, G. Gille 3, Grimm 2, Ursic 2, B. Gille, Torgovanov, J. Schult n.e., Souza n.e.
Siebenmeter: 4/4 – 7/9 (Yoon scheitert an Friedrich, Lindberg wirft über das Tor)
Strafminuten: 5 – 3 (Casanova 2x, Katzirz, Vrany, Klesniks – Grimm 2x, Lijewski)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 2:2 (5.), 4:2 (6.), 4:4 (8.), 4:5 (10.), 5:6 (12.), 5:7 (14.), 7:7 (16.), 9:9 (20.), 11:11 (23.), 13:11 (25.), 13:13 (27.), 13:15 (29.), 14:15 (30.) - 14:16 (31.), 15:17 (33.), 15:19 (35.), 18:19 (38.), 19:20 (39.), 19:22 (40.), 20:23 (41.), 22:23 (43.), 23:24 (44.), 23:26 (49.), 24:26 (50.), 24:28 (52.), 25:28 (56.), 25:30 (59.), 26:30 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „In der ersten Halbzeit haben wir uns spielerisch gut präsentiert und haben uns viele Torchancen heraus gespielt. Darüber haben wir aber den Kampf vergessen. Vor allem in der Abwehr haben wir den nötigen Kampf vermissen lassen. Dadurch sind wir unter Druck geraten. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser hinbekommen. Jogi hat einige entscheidende Bälle entschärft und wir konnten uns einen Vorsprung erarbeitet. Nun sind wir froh, diese hohe Hürde gemeistert zu haben.“
Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir wussten, dass es ein hartes Spiel für uns werden würde. Aber egal, gegen wen wir gespielt hätten, so kurz nach dem Champions League-Spiel gegen Ciudad Real, es wäre immer ein hartes Spiel geworden. Wir sind froh, dass wir die zwei Punkte eingefahren haben.“
Heiko Grimm (Rückraumspieler HSV Handball): „Für uns war es ein hartes Spiel. Essen hatte heute nix zu verschenken und kommen dann in der ersten Halbzeit ins Laufen. Nach hinten raus haben wir uns aber einen verdienten Sieg erkämpft.“
Kristof Szargiej (Trainer TUSEM Essen): „Ich gratuliere dem HSV zu einem verdienten Sieg. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber jeder Fehler wird von einer Mannschaft wie Hamburg natürlich sofort bestraft. Positiv war aber, dass wir zwar großen Respekt, aber keine Angst gezeigt haben.“
Notiz zum Spiel:
- Das 8:8 in der 18. Minute, erzielt durch Iwan Ursic, war der 1500. Saisontreffer des HSV Handball in TOYOTA HBL, EHF Champions League sowie DHB-Pokal.
- Johannes Bitter fuhr vor seinen Mannschaftskollegen, die im Mannschaftsbus nach Hause zurück kehrten, mit dem Kleinbus von fanfahrten.com nach Hamburg
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