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11.10.11 Verdienter Erfolg im Nord-Derby
27:19 (11:6)-Sieg im Nord-Derby
Der HSV bezwingt die SG Flensburg-Handewitt mit 27:19 (11:6) und damit zum fünften Mal in Folge in der TOYOTA HBL. 12.511 Zuschauer sahen dabei eine über weite Strecken extrem spannende Partie in der O2 World Hamburg, die der Meister am Ende verdient für sich entscheiden konnte. Gleich zu Beginn des Spiels starteten die Hamburger mit einer gut funktionierenden Abwehr und einem stark haltenden Johannes Bitter im Tor und konnten sich so bis zur Halbzeit auf 11:6 absetzten. Auch im zweiten Durchgang hatte HSV Vorteile und hatte wiederum in Hans Lindberg, der neun Treffer markierte, seinen besten Werfer. Am Ende feierten Mannschaft und Fans einen verdienten 27:19-Erfolg, durch den der HSV in der Tabelle erneut Plätze gut machen kann.
Intensive erste Halbzeit mit starker HSV-Deckung und -Torhüter
Neben seinen Verletzten Michael Kraus (Aufbautraining nach Innenbandriss), Oscar Carlén (Kreuzbandriss) und Marcin Lijewski (Aufbautraining nach Sprunggelenks-OP) musste der HSV Handball im Nordderby auch auf Torhüter Dan Beutler verzichten. Der Schwede fiel mit einer Magen-Darm Grippe aus, für ihn sprang Marko Kaninck aus der zweiten Mannschaft ein. Im Mittelpunkt des Geschehens standen jedoch zunächst Johannes Bitter im HSV-Tor sowie sein Gegenüber Mattias Andersson. Nach sechs Minuten stand es aufgrund bereits zahlreicher Paraden, darunter je einem gehaltenen Siebenmeter, erst 1:1. Entsprechend eng entwickelte sich das Spiel auch in der Folge. Die Gastgeber konnten sich in der Anfangsviertelstunde, weiterhin auch dank ihres starken Torhüters, auf 6:3 absetzen (14.). Doch beide Abwehrreihen arbeiteten effektiv und machten das Aufeinandertreffen vor 12.511 Zuschauern in der O2 World Hamburg zu einem echten Nordderby. Jedes einzelne Tor mussten sich die Akteure schwer verdienen. Das schafften die Hamburger (in Halbzeit eins) besser und führten daher nach 25 Minuten mit 9:5. Ebenso stand es zu diesem Zeitpunkt zwischen den Keepern in Sachen parierter Bälle. Johannes Bitter blieb gegenüber Mattias Andersson im Vorteil und so ging es beim Stand von lediglich sechs gefangenen, jedoch elf geworfenen Toren für den HSV in die Pause (11:6, 30.).
Johannes Bitter über 60 Minuten in Topform
Trotz Unterzahl zu Beginn des zweiten Durchgangs büßte der HSV Handball nach Wiederanpfiff nichts von seiner Führung ein. Im Gegenteil: Matthias Flohr füllte sein Team wieder auf und markierte direkt das 12:6 (33.). Johannes Bitter zeigte sich ebenfalls weiter hervorragend auf dem Posten und wehrte beim Stand von 14:8 bereits seinen zweiten Strafwurf ab (36.). Die Fans sahen jedoch weiterhin ein zähes Ringen um jeden Meter auf dem Feld. Matthias Flohr übernahm die Rolle am Kreis für den bereits mit zwei Strafzeiten belasteten Bertrand Gille und stellte das zwischenzeitliche 16:10 her (42.). In kurzer Folge musste der HSV allerdings drei Treffer hinnehmen, und eine Viertelstunde vor dem Ende stand noch ein 17:14 auf der Anzeigentafel. Doch auch die dritte Unterzahl des Spiels überstanden die Gastgeber, dank der Paraden 15 und 16 von Johannes Bitter, ohne Gegentor. Den schönsten Treffer bis hierher initiierte Domagoj Duvnjak mit einem No-Look-Pass auf Bertrand Gille, der das 21:16 markierte (52.). Doch auch in der Schlussphase blieb HSV-Torhüter Bitter der Mann des Spiels. Mit seinen Paraden, am Ende 18 an der Zahl, entnervte die Hamburger Nummer 1 die SG und legte auch den Grundstein für die Vorentscheidung im Spiel, den Lauf seines Teams von 21:16 auf 24:16 nach 54 Minuten. Am Ende ließ sich der Deutsche Meister für einen verdienten 27:19-Erfolg im Nordderby, sowie Hans Lindberg als bester Torschütze mit neun Treffern, feiern. In der Tabelle überholt der HSV die SG Flensburg-Handewitt durch diesen Sieg und rangiert nun mit 12:4 Zählern wieder auf Rang zwei der TOYOTA Handball-Bundesliga.
HSV Handball: Bitter (18/2 Paraden, 1.-60.); Kaninck n.e.;
Lindberg 9/3, Jansen 5, Duvnjak 3, Flohr 3, Lackovic 2, Vugrinec 2, Hens 2, B. Gille 1, G. Gille, Schröder n.e., Vori n.e., Schliedermann n.e.
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (12 P., 1.-54.); Rasmussen (2 P., 54.-60.);
Glandorf 5, Mogensen 4, Knudsen 4, Svan Hansen 3, Eggert 2/1, Djordjic 1, Kaufmann 1, Bastian,
Karlsson, Mocsai, Heinl, Voigt.
Siebenmeter: 3/4 – 0/3 (Lindberg scheitert an Andersson – Bitter wehrt gegen Eggert ab, Eggert trifft den Pfosten, Bitter pariert gegen Svan Hansen)
Zeitstrafen: 3 – 2 (B. Gille 2x, Jansen – Svan Hansen, Knudsen)
Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler (Leipzig / Frankenberg)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (3.), 2:2 (8.), 4:2 (10.), 4:3 (10.), 6:3 (14.), 6:4 (15.), 7:5 (18.), 9:5, 24.), 11:5 (28.), 11:6 (X.) – 12:6 (33.), 12:8 (34.), 14:8 (35.), 14:9 (36.), 16:11 (42.), 16:13 (44.), 17:13 (45.), 18:14 (46.), 19:14 (49.), 20:15 (51.), 21:16 (52.), 24:16 (54.), 24:17 (55.), 25:18 (57.), 26:19 (59.), 27:19 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem Sieg, das war wichtig für uns. In den letzten Wochen haben wir gute Schritte gemacht und auch die Tage in Rumänien waren für uns als Team wichtig. Den Sieg heute nehmen wir als Zeichen für die Zukunft. Wir konnten 100 % unsere Sorgen und Ausfälle kompensieren. Dan Beutler war zwar krank, aber Johannes Bitter hat einfach ein super Spiel hingelegt. So muss es weiter gehen, wir richten unseren Blick jetzt auf das Spiel gegen Skopje am Sonntag.“
Ljubomir Vranjes (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „Das waren zwei verdiente Punkte für den HSV muss ich sagen. Beide Mannschaften sind mit viel Tempo ins Spiel gegangen, das hat aber auch für Hektik gesorgt. Es versteht sich, dass wir mit sechs Toren bis zur Pause nicht zufrieden sein können, aber wenn man auf eine gute Abwehr und einen gut aufgelegten Keeper trifft, ist das manchmal so. Johannes Bitter hat heute das Spiel für sein Team gewonnen.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Das hat Spaß gemacht: Bei der vollen Halle haben wir gespürt, was alles geht. Ich habe heute gleich etwas greifen können, das hat mir auch gut getan und vieles leichter gemacht. Ich muss mich aber auch bei meiner Abwehr für ihr Engagement bedanken.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Handball): „Ich glaube, wir haben uns alle gefreut, so eine gute Leistung vor unserem eigenen Publikum abzuliefern. Das hat heute besonders viel Spaß gemacht. Gegen so eine Top-Mannschaft ist die Abwehr ganz entscheidend und die hat heute – in Verbindung mit Jogis toller Leistung- super funktioniert.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Die Constanta-Reise hat viel bewirkt. Wir haben da viel geredet und das hat man heute gesehen. Außerdem hatten wir einen mental ganz starken Jogi Bitter, der heute echt in Topform war.“
Notizen zum Spiel:
- Im Vorspiel unterlagen die HSV-Oldies dem Club 100 aus Flensburg mit 15:22 (6:13).
- Vor dem Anpfiff ehrte Aufsichtsratsmitglied Matthias Rudolph Torsten Jansen für sein Jubiläumsspiel beim Bergischen HC. Dem Anlass des 250. Bundesliga-Spiels für den HSV entsprechend erhielt der HSV-Linksaußen ein Trikot mit der Rückennummer 250 überreicht.
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