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11.10.09 Weiter ohne Punktverlust!

Hamburger mit 34:23 (14:14)-Heimerfolg gegen Minden

Auch bei seinem zweiten Auftritt vor heimischem Publikum in der TOYOTA Handball-Bundesliga geht der HSV Handball als Sieger vom Platz. Mit 34:23 (14:14) gewinnen die Hamburger gegen GWD Minden. Damit bleibt der HSV als einziges Team der TOYOTA HBL ohne Punktverlust und klettert mit 10:0 Punkten auf Tabellenplatz zwei hinter den THW Kiel mit 11:1 Zählern. 8.699 Zuschauer in der Color Line Arena bekamen eine anfänglich ausgeglichene Partie zu sehen, in der sich der HSV jedoch in Hälfte zwei steigern konnte. Bester Werfer mit 12 Treffern war Hans Lindberg.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Vor 8.699 Zuschauern in der Color Line Arena machte sich vor dem Anpfiff erstmals in der laufenden Saison Pascal Hens mit dem Team des HSV Handball warm. Der Rückraumschütze, der aufgrund einer Fersen-Operation im Juli bis zuletzt pausieren musste, nahm jedoch zu Beginn in der Spielerbox hinter der Bank Platz und sah eine spannende Anfangsphase. Die anfängliche Gäste-Führung (4:2, 5. Minute) wurde vom HSV ausgeglichen. Kapitän Guillaume Gille legte mit seinem 800. HSV-Tor die erste Führung für sein Team vor (5:4, 8.). Nach einer Viertelstunde stand jedoch wiederum ein 9:8 für die Mindener, die mit schnellen Positionswechseln arbeiteten, auf der Anzeigentafel. Bis zur Pause entwickelte sich weiterhin eine verbissen geführte Partie: Sieben Strafwürfe wurden insgesamt gegen die beiden offensiv arbeitenden Abwehrreihen verhängt. Treffsicher erwies sich Hans Lindberg, der als bester Werfer des ersten Durchgangs fünf seiner sieben Tore von der Siebenmeterlinie erzielte. Der Däne glich auch in der 25. Minute für sein Team zum 12:12 aus. Zur Pause stand ein 14:14-Zwischenstand zu Buche.

HSV steigert sich im zweiten Durchgang

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber. Schnell erzielten Marcin Lijewski, Blazenko Lackovic und Torsten Jansen die 17:14-Führung (32.). Mit einer konzentrierten Defensiv-Leistung und einem gut aufgelegten Per Sandström baute der HSV Handball diesen Vorsprung weiter aus. Unter anderem von 350 kroatischen Fans und Landsleuten des Hamburger Trios Lackovic, Vori, Duvnjak angefeuert, erzielte Torsten Jansen auch das 21:15 nach 40 Minuten. Für die Schlussviertelstunde kam, beim Stand von 23:17, dann auch Pascal Hens, nach knapp dreimonatiger Verletzungspause, zum Einsatz. Mit dem zwischenzeitlichen 31:21 erzielte der 29-Jährige seinen erstes Saisontor. Zum besten Werfer der Parte avancierte beim 34:23 derweil Hans Lindberg, der auf ein Dutzend Treffer, davon acht aus Strafwürfen kam. Auch Per Sandström zeigte mit 14 Paraden eine gute Leistung. Nach dem Abpfiff feierten die Zuschauer in der Color Line Arena den Sieg mit ihrem Team und baten Pascal Hens lauthals zu einem Tänzchen vor dem Fan-Block U11: Die Nummer 23 reagierte prompt und legte eine Break-Dance-Einlage aufs Parkett.

HSV Hamburg: Bitter (1 Parade, 1.-16.); Sandström (14.P., 16.-60.)
Lindberg 12/8, Jansen 6, M. Lijewski 5, Lackovic 3, Duvnjak 2, K. Lijewski 2, G.Gille 2, Hens 1, Vori 1, Flohr, Grundsten

GWD Minden: Katsigiannis (10 P., 1.-60.), Medhus (1/1, für zwei Siebenmeter eingewechselt); Dresrüsse n.e.
Schäpsmeier 5/1, Bach Madsen 4, Wleklak 4, Just 3, Schmidt 3/1, Gylfason 2, Helmdach 1, Ingimundarson 1, Klesniks n.e.

Siebenmeter: 8/9 – 2/2 (Lindberg verwirft gegen Medhus)

Zeitstrafen:  1 – 3 (Lackovic – Bach Madsen, Helmdach, Schmidt)

Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg/Dodendorf)

Spielfilm: 0:2 (3.), 1:2 (3.), 3:4 (6.), 6:4 (8.), 6:6 (10.), 8:8 (14.), 8:10 (19.), 10:12 (21.), 12:12 (25.), 14:14 (30.), 17:14 (32.), 17:15 (35.), 21:15 (41.), 21:16 (41.), 23:16 (43.), 23:18 (46.), 24:18 (47.), 24:19 (48.), 27:19 (52.), 27:20 (54.), 30:20 (56.), 31:22 (57.), 33:22 (59.), 33:23 (59.), 34:23 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „In der ersten Halbzeit haben wir nicht das gezeigt, was wir von Anfang an zeigen wollten. Aber man muss Minden auch Respekt zollen: Sie waren taktisch gut und haben den Ball laufen lassen. Dagegen sind wir in der zweiten Halbzeit kompakter und aggressiver zu Werke gegangen. Wir waren schneller auf den Beinen, so dass es auch noch ein schönes Spiel für die Zuschauer wurde. Wir sind froh, die zwei Punkte hier behalten zu haben.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Es war heute nicht einfach, aber nach der Pause haben wir den Ball gut bewegt und Volldampf gespielt, dann ging es besser.“

Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Handball): „Ich freue mich riesig, mal wieder vor solch einer Kulisse gespielt zu haben. Es war noch nicht klar, ob ich eingesetzt werden würde, und ich bin auch lange noch nicht fit, aber ich bin froh über mein Tor und, dass es so gefeiert wurde.“

Martin Schwalb zum Einsatz von Pascal Hens: „Pommes hat in den letzten Wochen gut trainiert, und er musste mal aus der Trainingshalle raus. Aber das war noch kein Comeback, sondern ein Arbeitsversuch. Es freut mich, dass er gleich sein erstes Tor machen konnte. Das war ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.“

Richard Ratka (Trainer GWD Minden): „Es ist das erwartete Ergebnis geworden. In der ersten Halbzeit haben wir gut und diszipliniert unsere taktischen Mittel eingesetzt, aber nach der Pause mussten wir den fehlenden Alternativen Tribut zollen, dadurch haben wir unsere Linie verloren und der HSV hat uns überlaufen. Unser Ziel muss es sein, zwei solche Halbzeiten, wie heute die erste, zu zeigen.“

Notizen zum Spiel:

  • Anlässlich der Fan-Aktion „Jetzt wird’s kroatisch“ kamen über 350 Zuschauer in kroatischer Fan-Montur zum Spiel und feuerten vor allem Blazenko Lackovic, Domagoj Duvnjak und Igor Vori an.
  • Auch zahlreiche Mitarbeiter von HSV-Partner Hamburger Sparkasse waren in der Color Line Arena mit dabei.
  • Das Vorspiel zwischen dem HSV Handball-Fanclub Blau-Weiß und dem FC GWD Minden gewannen die Gastgeber knapp mit 22:21 (9:8).
  • Vor dem Anpfiff übergab die Firma Bischoff & Ditze, Silber-Club-Mitglied beim HSV Handball, 80 neue Trainingsbälle an die HSV-Juniorteams.
  • Mit dem 5:4 in der achten Minute feierte HSV-Kapitän Guillaume Gille seinen 800. Pflichtspieltreffer für sein Team.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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