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11.04.09 Wichtiger Auswärtssieg beim Verfolger Frisch Auf!

30:28 (17:15)-Erfolg bei Altmeister Göppingen
Seine erste Auswärtsaufgabe rund um das Osterwochenende hat der HSV Handball erfolgreich hinter sich gebracht. Beim Tabellenvierten der TOYOTA Handball-Bundesliga, Frisch Auf! Göppingen, siegten die Hamburger mit 30:28 (17:15) und landeten damit im Kampf um die Champions League-Plätze einen weiteren wichtigen Sieg. 6.200 Zuschauer in der ausverkauften Stuttgarter Porsche Arena sahen ein über weite Strecken enges Spitzenspiel, an dessen Ende der HSV die zwei Punkte für sich verbuchen konnte. Beste Werfer der Partie waren Göppingens Dragos Oprea und Pavel Horak mit je neun Toren. Für den HSV Handball markierten Hans Lindberg und Krzysztof Lijewski jeweils fünf Treffer.
Bertrand Gille früh mit Verdacht auf Rippenbruch aus dem Spiel
In der mit 6.200 Zuschauern ausverkauften Porsche Arena knüpfte der HSV Handball zu Beginn an seine Leistung gegen den TBV Lemgo vom Mittwoch an. Torhüter Johannes Bitter bot in den ersten fünf Minuten fünf Paraden, darunter einen gehaltenen Siebenmeter. So führten die Gäste schnell mit 4:1. Die Hamburger mussten ab der fünften Minute jedoch auf Kreisläufer Bertrand Gille verzichten, der mit Verdacht auf Rippenbruch aus dem Spiel genommen werden musste. Das restliche Spiel vertraten Dimitri Torgovanov und Nicklas Grundsten den französischen Olympiasieger. Die Gäste hielten ihren Vorsprung über 7:3 (10.) bis zum 10:6 (15.). In der Folge konnte Frisch Auf allerdings, vor allem durch den schellen Linksaußen Dragos Oprea, zum 10:10 ausgleichen (20.). Die Schlussphase des ersten Durchgangs verlief ausgeglichen, bis zur 26. Minute fielen elf weitere Treffer in schneller Folge. Nach dem 15:16 stockte das Angriffsspiel jedoch auf beiden Seiten. Der HSV markierte erst in der Schlusssekunde durch Hans Lindberg und per Siebenmeter den 17:15-Halbzeitstand. Der Däne war zur Pause mit vier Toren auch bester HSV-Schütze.
HSV feiert wichtigen Sieg im Kampf um Platz zwei
Nicklas Grundsten eröffnete mit dem 18:15 für den HSV die zweite Hälfte. Die Gastgeber blieben jedoch dran und erzielten nach 37 Minuten den 20:21-Anschlusstreffer. Dass vier Minuten später gleich zwei Hamburger auf der Strafbank saßen, konnten die Gastgeber indes nicht weiter ausnutzen. Im Gegenteil: Blazenko Lackovic markierte in Unterzahl das 24:20 (44.). Johannes Bitter feierte inzwischen seine 18. Parade. Der Keeper war somit, in Verbindung mit einer soliden Deckung der Gäste, Garant dafür, dass in der 51. Minute ein 28:22-Vorsprung für die Hamburger zu Buche stand. In der Schlussphase konnte Frisch Auf zwar noch einmal Ergebniskosmetik betreiben, doch näher als auf 28:30 kam der Tabellenvierte nicht mehr heran. Mit Dragos Oprea und Pavel Horak standen aber die besten Werfer der Partie, mit je neun Treffern, im Frisch Auf-Team. Für die Gäste erzielten Hans Lindberg und Krzysztof Lijewski jeweils fünf Tore. Eine ganz starke Partie bot auch HSV-Keeper Johannes Bitter mit 20 Paraden. Bertrand Gille wurde unterdessen mit Verdacht auf Rippenbruch in ein Stuttgarter Krankenhaus gebracht. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic (11 Paraden, 1.-25., 39.-60.); Weiner (2 P., 25.-39.);
Oprea 9, Horak 9, Späth 4, Thiede 2/1, Schweikardt 2/1, Kneule 1, Manoijlovic 1, Schöne, Anusic, Garcia n.e., Häfner n.e.
HSV Handball: Bitter (20/2 P., 1.-60.); Sandström n.e.;
Lindberg 5/1, K. Lijewski 5, Jansen 4, Lackovic 4, M. Lijewski 4, G. Gille 3, Grundsten 2, Hens 2, B. Gille 1, Schröder, Niemeyer, Flohr, Torgovanov, Grimm n.e.
Siebenmeter: 2/4 – 1/1 (Bitter pariert gegen Schweikardt, Bitter bleibt Sieger gegen Thiede)
Zeitstrafen: 6 – 7 (Späth 2x, Schöne, Manojlovic, Schweikardt, Anusic – Grundsten 2x, Jansen 2x, G. Gille, M. Lijewski, Flohr)
Schiedsrichter: Hagen Becker / Axel Hack (Halberstadt)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 1:4 (6.), 2:4 (6.), 3:5 (8.), 3:7 (10.), 4:7 (10.), 5:8 (11.), 6:8 (12.), 6:10 (15.), 10:10 (20.), 15:15 (26.), 15:17 (30.) – 15:18 (31.), 18:21 (35.), 20:21 (38.), 20:24 (44.), 21:25 (48.), 22:27 (50.), 22:28 (51.), 24:28 (52.), 24:29 (53.), 26:29 (54.), 26:30 (57.), 28:30 (59.), 28:30 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Das war genau das Spiel, das wir erwartet haben, und was ich teilweise auch befürchtet hatte. Die Göppinger haben eine Abwehr, an der man sich als Gegner die Zähne ausbeißen kann. Wir haben das anfangs gut gemacht, nach dem 10:6 aber den Faden fast komplett verloren. Das war umso ärgerlicher, weil wir uns schon entscheidend hätten absetzen können. Aber wir haben momentan viele Spiele, und da fehlte die Konzentration. Am Ende haben wir uns dann mit dem letzten Tropfen Sprit ins Ziel gerettet. Wir freuen uns über die zwei Punkte, das war ein sehr wichtiger Sieg für uns im Kampf um die Champions League-Teilnahme.“
Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Wir haben ein Spiel gesehen, in dem unsere Mannschaft überragend gekämpft hat. Einige Unkonzentriertheiten hätten uns fast um den verdienten Lohn gebracht, denn optisch sah das etwas klarer aus, als es auf der Anzeigentafel stand. Der Sieg war für uns enorm wichtig, damit das mit der Champions League im nächsten Jahr wieder klappt.“
Christian Fitzek zur Verletzung von Bertrand Gille: „Bei Bertrand wird ein Rippenbruch befürchtet. Wenn es so ist, wäre das fast ein Déjà vu, denn Bobo hat sich in der letzten Saison, ungefähr in der gleichen Phase, auch diese Verletzung zugezogen. Wir hoffen aber natürlich noch auf ein kleines Wunder bei der Untersuchung im Krankenhaus.“
Velimir Petkovic (Trainer Frisch Auf Göppingen): „Der HSV hat den Sieg verdient, sie haben das Spiel kontrolliert. Meine Mannschaft hat aber nicht aufgegeben und zu jeder Zeit gekämpft. Ich habe dem Team vor dem Spiel gesagt, dass Hamburg eine der drei besten Mannschaften in Europa ist, neben Ciudad Real und Kiel, und bin stolz, dass wir am Ende nicht so weit weg waren. Die zwei Tore Unterschied am Schluss standen uns aber gut zu Gesicht, zehn Minuten vor dem Ende waren es ja auch schon sechs.“
Notizen zum Spiel:
- Neben Bertrand Gille, der vier Minuten lang sein 200. Bundesligaspiel für den HSV Handball bestritt, hatte auch Pascal Hens ein Jubiläum: seine 150. HBL-Partie im Hamburger Trikot.
- Blazenko Lackovic erzielte mit dem 15:14 seinen 150. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball (25.).
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