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22.10.05 Wilhelmshavener HV - HSV Hamburg 26:29

Der HSV hat im ersten Spiel unter seinem neuen Trainer Martin Schwalb einen Sieg einfahren können: Mit 29:26 (18:14) siegten die Hanseaten am Sonnabend verdient beim Wilhelmshavener HV. Bester Hamburger Akteur war Torhüter Goran Stojanovic, der 24 Bälle entschärfen konnte und allein in der zweiten Halbzeit vier von fünf Siebenmetern der Gastgeber abwehrte. Nervenstark präsentierte sich am Jadebusen Igor Lavrov. Der Russe übernahm unter der Führung seines alten und neuen Trainers Verantwortung und verwandelte sieben von acht Siebenmetern. Den einzigen Fehlwurf bügelte Lavrov im Nachwurf aus. Insgesamt war der Russe mit 10 Toren bester Werfer der Partie.
?Ich freue mich über die zwei Punkte, aber noch mehr freue ich mich für die Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir uns das Leben selbst ein bisschen schwer gemacht. Dieses Erfolgserlebnis muss Ansporn für die kommenden Wochen sein. Den Sieg hat sich die Mannschaft ganz allein erarbeitet?, erklärte Martin Schwalb nach seinem erfolgreichen Einstand.
Die 2.500 Zuschauer in der Nordfrostarena, darunter rund 100 Hamburger Fans, erlebten zunächst einen ausgeglichenen Beginn. Bis zum 5:5 (12.) konnte sich keines der Teams absetzen. Danach griff die offensive Deckung des HSV. Igor Lavrov, später abgelöst von Matti Flohr, nahm WHV-Spielmacher Oliver Köhrmann in Manndeckung. Der HSV kam durch diese taktische Variante und die aggressive Deckung so immer häufiger zu Ballgewinnen. Über Tempogegenstöße, 1. und 2. Welle erspielte sich das Team bis zur 22. Minute eine 14:8-Führung. In der 26. Minute hieß es gar 17:10 für das Team von Martin Schwalb. Allerdings bekamen die Hamburger in der Schlussphase der ersten Halbzeit WHV-Kreisläufer Allan Rasmussen nicht in den Griff. Der Däne hielt seine Mannschaft quasi im Alleingang im Spiel und sorgte mit fünf Toren in den letzten fünf Minuten dafür, dass es zur Pause ?nur? 18:14 für den HSV stand.
Der WHV kam konzentriert aus der Halbzeit zurück und kämpfte sich bis zur 45. Minute auf 20:22 heran. Doch der HSV hielt dem Druck stand. Im HSV-Tor steigerte sich Goran Stojanovic von Minute zu Minute, wehrte in Durchgang Zwei vier von fünf Siebenmetern ab und warf sich aufopferungsvoll in alle Bälle, die auf seinen Kasten kamen. Dabei ließ der HSV jetzt über den Kreis nicht mehr ganz so viel zu, nachdem die Deckung in Minute 40 auf 6:0 umgestellt wurde.
In der Offensive führte Igor Lavrov nicht nur gekonnt Regie, sondern übernahm auch von der Siebenmeterlinie Verantwortung. Neben Lavrov zeigte auch Krzyztof Lijewski mit 5 Toren und einigen klugen Anspielen aufsteigende Form. Ebenfalls verbessert agierte Bertrand Gille, der insbesondere in Überzahl seine Chancen vom Kreis nutzte.
Insgesamt sahen die Zuschauer einen verdienten Hamburger Sieg. Die Mannschaft hat insbesondere in Phasen der ersten Halbzeit gezeigt, dass sehr viel Potential in ihr steckt. Diese Fähigkeiten über 60 Minuten abzurufen und jederzeit mit dem nötigen Selbstvertrauen und der entsprechenden Cleverness zur Werke zu gehen wird das Team mit dem neuen Trainer in den nächsten Wochen erarbeiten müssen. Dann ist der Weg zurück in die oberen Tabellenregionen möglich.
Wilhelmshavener HV - HSV Hamburg 26:29 (14:18)
Wilhelmshavener HV: Weiner (1.- 60.), Meyer ( bei einem 7-M.); Ljubanovic, Liniger (6/3), Fegter (2), Gylfason (3), Rasmussen (9), Bedzikowski (1), Staszewski (n.e.), Behrends (2), Christian Köhrmann, Oliver Köhrmann (3/1)
HSV Hamburg: Stojanovic (1.-60., 24 Paraden, davon vier 7-M.),Wiechers ( bei einem 7-M.); Schröder (n.e.), Kokir, Flohr (1), Knorr, Pungartnik (3), B. Gille (6), G. Gille (1), Karbowski (n.e.), Lijewski (5), Lavrov (10/7), Hens (3)
Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler
Zuschauer: 2500
Zeitstrafen:
WHV: 3 ? O. Köhrmann (39., 50.), Rasmussen (45.)
HSV: 4 ? Lavrov (7., 37.), Flohr (52.), Kokir (55.)
Siebenmeter:
WHV: 4/8 - Stojanovic hält gegen Liniger (38. u. 57.), C. Köhrmann (42.) und O. Köhrmann (55.)
HSV: 7/8 - Lavrov an die Latte, verwandelt im Nachwurf (16.)
Spielfilm: 2:2 (5.), 5:5 (12.), 5:7 (14.), 6:9 (16.), 8:10 (19.), 8:14 (22.), 9:16 (25.), 10:17 (26.), 13:17 (29.), 14:18 (HZ); 16:20 (37.), 18:22 (41.), 20:22 (45.), 20:25 (49.), 21:26 (50.), 23:26 (54.), 24:28 (56.), 26:29 (ES)
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