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06.06.09 Zum Abschluss ein Doppel-Rekord und die Vizemeisterschaft der TOYOTA HBL

HSV Handball siegt 43:16 (18:4) gegen den Stralsunder HV

10.528 Zuschauer in der Color Line Arena feierten nach dem letzten Saisonspiel mit dem HSV Handball nicht nur die Vizemeisterschaft der TOYOTA Handball-Bundesliga. Gleich zwei Rekorde hatten die Fans beim 43:16 (18:4) ihrer Mannschaft gegen den Stralsunder HV miterlebt. Zum einen stellte der HSV Handball seinen eigenen Ergebnisrekord von 27 Toren Vorsprung (aufgestellt am 4. März 2008 gegen den Wilhelmshavener HV) ein. Zum anderen avancierte Stefan Schröder mit 21 Toren zum Rekordtorschütze in einem Spiel der Handball-Bundesliga. Der HSV Handball sichert sich mit Tabellenplatz zwei zugleich die direkte Qualifikation für die EHF Champions League, die dritte in Folge für die Hamburger an der europäischen Königsklasse. Nach dem Spiel wurden in einer emotionalen Abschiedszeremonie Arne Niemeyer, Heiko Grimm und Dimitri Torgovanov sowie dem langjährigen Betreuer Winfried Seng von Verein und Fans gedankt.

Klarer Verlauf von Halbzeit eins

Gegen die mit nur acht Feldspielern angereisten Gäste legte der HSV Handball vor 10.528 Zuschauern in der Color Line Arena nach zehn Minuten bereits ein 6:1 vor. Aus einer konzentrierten Deckung heraus und mit Guillaume Gille und Oleg Velyky, die sich auf der Mittelposition abwechselten, bauten die Gastgeber das Ergebnis über 8:1 (12. Minute) vorerst auf 10:2 aus (16.). Stefan Schröder und Bertrand Gille wurden von ihrer Abwehr immer wieder zu Tempogegenstößen geschickt und hatten am Ende der ersten Halbzeit zusammen bereits zwölf Treffer auf dem Konto. Per Sandström im HSV-Tor ließ vor der Pause nur vier Gegentore zu, lieferte ein Dutzend Paraden und wehrte dabei zwei Siebenmeter ab. Über 11:3 (18.) hatte der HSV Handball seine Führung weiter auf 16:3 ausgebaut (26.). Stefan Schröder erzielte mit seinem achten Treffer der Partie den Halbzeitstand von 18:4.

Saison endet mit doppeltem Rekord

Auch in Durchgang zwei nahm die Partie eine eindeutige Richtung. Mit drei weiteren Treffern stellte Stefan Schröder früh das 23:7 her (40.). Auch per Sandström zeigte sich weiter auf dem Posten, feierte im Spielverlauf überragende 24 Paraden, und verhinderte in Zusammenarbeit mit seiner Defensive insgesamt 13 Minuten lang einen Stralsunder Treffer. Die Gäste trafen erst zum 8:31 wieder durch Sven Präkels (51.). Die HSV-Fans und ihre Mannschaft konzentrierten sich indes darauf, Stefan Schröder weitere Treffer zu ermöglichen. Der Rechtsaußen kam inzwischen in den Bereich des Rekords der im Laufe einer Partie erzielten Treffer. Mit dem 42:15 erzielte der 27-Jährige in der Schlussminute sein sage und schreibe 21. Tor und wurde dafür von der Color Line Arena euphorisch gefeiert. Durch das Endergebnis von 43:16 stellte der HSV Handball zudem seinen eigenen Rekord des Siegs mit der höchsten Tordifferenz in der HBL ein. Am Ende feierten Mannschaft und Fans gemeinsam den doppelten Rekord und die Vizemeisterschaft.

HSV Hamburg: Sandström (24/3 P., 1.-60.); Bitter n.e.;
Schröder 21/3, Velyky 4, Niemeyer 4, B. Gille 4, M. Lijewski 3, K. Lijewski 2,  Grundsten 2, Grimm 2, Flohr 1, G. Gille, Lackovic, Jansen n.e., Lindberg n.e.

Stralsunder HV: Levshin (7/1 P., 1.-45.); Herholc (2 P., 45.-60.); Tsilimparis n.e.;
Brandt 4, Nincevic 4, Präkels 4, Schwerin 2, Samaras 2, Hinz, Libergs, Schieschang n.e.

Siebenmeter:  3/4 – 0/2 (Schröder scheitert an Levshin – Sandström pariert doppelt gegen Nincevic)

Zeitstrafen:  0 – 2  (Samaras, Schwerin)

Schiedsrichter: Hagen Becker / Axel Hack (Halberstadt)

Spielfilm: 1:0 (4.), 1:1 (5.), 3:1 (8.), 8:1 (12.), 8:2 (13.), 10:2 (16.), 10:3 (17.), 16:3 (26.), 16:4 (28.), 18:4 (30.) – 18:5 (32.), 20:5 (32.), 20:6 (34.), 21:7 (38.), 25:7 (43.), 31:7 (50.), 31:8 (51.), 36:13 (56.), 40:13 (59.), 43:16 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Man darf nicht vergessen, dass es noch darum ging, den zweiten Platz zu sichern. Deshalb mussten wir die Konzentration hoch halten. Durch die Fans war es aber gar nicht anders möglich, weil sie uns das gesamte Spiel nach vorn gepeitscht haben. Am Ende sind wir mit dem heutigen Ergebnis und dem Ergebnis der Saison zufrieden.“

Martin Schwalb zum Rekord von Stefan Schröder: „Wir fragten während des Spiels am Zeitnehmertisch nach, wie viele Tore Schrödi schon hätte. Als wir wussten, dass es schon 13 waren, hat die Mannschaft noch eine Schippe drauf gelegt.“

Stefan Schröder (Rekordtorschütze der Handball-Bundesliga): „Ich bin noch ganz perplex und hatte nicht ansatzweise daran gedacht, dass ich den Rekord brechen könnte. Als es dann nach 50 Minuten oder so schon 17 Tore waren, hat die Mannschaft permanent für mich gespielt. Wir haben aber auch versucht, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen, und nicht in Jubel zu verfallen. Die Mannschaft hat das unglaublich für mich eingefädelt. Ich werde wohl bis morgen brauchen, um zu verstehen, was heute hier passiert ist. Ich denke, das war nicht nur für mich, sondern auch für die Fans und die Mannschaft ein versöhnlicher Abschluss der Saison.“

Zdenek Vanek (Trainer Stralsunder HV): „Es war schwierig, hier zu spielen, Glückwunsch an den HSV zur Vizemeisterschaft. Wir fangen im Juli nochmal ganz neu an.“

Notizen zum Spiel:

  • Vor dem Anpfiff präsentierte sich Vattenfall als zukünftiger Platin-Partner des HSV Handball in einer aufwendigen Laser- und Pyro-Show den Zuschauern in der Color Line Arena.
  • Das Vorspiel zwischen den A-Jugendteams des HSV Handball und seinem Kooperationspartner Lugi HF endet 27:21 (12:9) für die Schweden.
  • Kapitän Guillaume Gille bestritt sein 200., Matthias Flohr sein 150. Bundesliga-Spiel für den HSV Handball.
  • Stefan Schröder markierte mit dem 15:3 seinen 300. HBL-Treffer im Trikot der Hamburger.
  • Das Gespann Hagen Becker und Axel Hack leitete sein letztes Spiel als Bundesliga-Schiedsrichter.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

HSV-DAUERKARTE

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