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21.05.11 Zwei Punkte in der Pfalz: HSV siegt weiter


Hamburger mit 32:26 (17:10) in Friesenheim erfolgreich
Mit einem ungefährdeten Sieg hat der HSV Handball auch Spiel eins nach der vorzeitigen Entscheidung im Kampf um die Deutsche Meisterschaft für sich entschieden. Bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim siegten die Hamburger vor 2.250 Zuschauern in der ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen am Ende 32:26 (17:10). Bereits zur Pause der Partie des 32. TOYOTA HBL-Spieltags hatte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb für die Vorentscheidung gesorgt. Eine gute Leistung von Johannes Bitter in der ersten Hälfte im HSV Tor, ebenso wie Per Sandström nach der Pause, waren die Grundlage für den Sieg. Krzysztof Lijewski gelangen in der Pfalz sechs Treffer, ebenso wie Friesenheims Evgeni Pevnov und Benjamin Matschke.
HSV kommt gut aus den Startblöcken
Mit drei starken Paraden von Johannes Bitter hatte der HSV Handball im Auswärtsspiel bei der TSG Friesenheim einen idealen Auftakt. Marcin Lijewski und Igor Vori steuerten dazu auf der Gegenseite das 1:0 und das 2:0 vor (2. Minute) bei. Bei den Gastgebern, die 2.250 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle begrüßen konnten, dauerte es hingegen bis zur siebten Minute, ehe TSG-Torjäger Evgeni Pevnov den ersten Treffer markieren konnte. Gegen die offensive Hamburger Deckung kam der Aufsteiger überhaupt nur über den Kreis, in Person von Pevnov, zum Torerfolg: Bis zur 15. Minute insgesamt dreimal. Der HSV, der das Spiel mit Konzentration in der Abwehr und Tempo in der Offensive dominierte, führte zu dieser Zeit bereits mit 9:3. In der Folge baute die Mannschaft von Martin Schwalb diesen Vorsprung Tor um Tor, und mit einem weiterhin top aufgelegten Johannes Bitter hinter der Deckung, aus. Über 12:5 (18.) und 15:7 (23.) zog der Deutsche Meister bis fünf Minuten vor der Pause auf 16:7 davon. Die Gastgeber verkürzten mit drei Treffern in Folge zwar noch einmal auf 10:16 (29.), die HSV-Führung zur Pause stellte sich mit 17:10 aber dennoch beruhigend dar. Bester Werfer der Gäste in Halbzeit eins war Igor Vori mit vier Treffern, darunter einem sehenswerten Kempa-Trick auf Vorlage von Stefan Schröder (15.). Im Tor der Hamburger kam Johannes Bitter in den ersten 30 Minuten auf neun Paraden.
Alle Hamburger Akteure kommen zum Einsatz
Nach der Pause kam Per Sandström bei den Hamburgern zwischen die Pfosten und führte sich ebenfalls mit einer Parade ideal ein. Zudem eroberten seine Vorderleute schnell zwei weitere Bälle, sodass nach nur 90 Sekunden in Halbzeit zwei der erste Zehn-Tore-Vorsprung auf der Anzeigentafel abzulesen war (20:10). Friesenheim erzielte wiederum durch Evgeni Pevnov sein erstes Tor des zweiten Durchgangs (11:20, 33.). Mit Blazenko Lackovic griff nun auch der letzte der 14 HSV Handball-Akteure ins Spiel ein und antwortete direkt mit dem 21:11. In den nächsten Minuten konnten die Gastgeber mit einer offensiveren Deckung und einer 5:1-Serie den Rückstand verkürzen (16:22, 40.). Per Sandström stellte sich weiteren TSG-Treffern jedoch erfolgreich entgegen: Unter anderem parierte der Schwede nach 42 Minuten einen Siebenmeter. In der Schlussviertelstunde präsentierte sich auch TSG-Keeper Kevin Klier mit mehreren Paraden, doch auch HSV-Rückraumrechts Krzysztof Lijewski drehte nun auf. Aus einem 25:20 (47.) stellte der Pole fast im Alleingang wieder die Pausenführung von sieben Toren her (30:23, 55.) und war am Ende, beim 32:26-Sieg des HSV, auch mit sechs Treffern der beste Werfer des Spiels. Auf Seiten der TSG kamen Evgeni Pevnov und Benjamin Matschke ebenfalls auf das halbe Dutzend.
TSG Lu.-Friesenheim: Klier (15 Paraden, 1.-60.); Bozic n.e.;
Pevnov 6, Matschke 6/1, Veta 4, Kogut 3, Dietrich 2, Hauk 2, Grimm 1, Ruß 1, Becker 1, Bozovic, Brandt, Ancsin
HSV Handball: Bitter (9 P., 1.-30.); Sandström (9/1 P., 31.-60.);
K. Lijewski 6, Schröder 5, Vori 4, Lackovic 4, Jansen 3, Lindberg 3/2, Flohr 2, G. Gille 2, Hens 2, M. Lijewski 1, Kraus, Duvnjak
Siebenmeter: 1/2 – 2/2 (Sandström wehrt gegen Matschke ab – X)
Zeitstrafen: 1 – 3 (Kogut – Lackovic, K. Lijewski)
Spielfilm: 0:1 (1.), 0:2 (2.), 1:2 (7.), 1:5 (12.), 3:5 (12.), 3:9 (15.), 4:9 (16.), 5:10 (17.), 5:12 (18.), 6:12 (19.), 7:13 (21.), 7:16 (25.), 10:16 (29.), 10:17 (29.), 10:17 (30.) – 10:18 (31.), 10:20 (32.), 11:20 (33.), 13:22 (37.), 16:22 (40.), 16:23 (40.), 18:25 (44.), 20:25 (47.), 20:27 (50.), 22:27 (51.), 22:28 (52.), 23:29 (53.), 23:31 (56.), 24:31 (57.), 25:32 (59.), 26:32 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ich freue mich, dass die Mannschaft so stabil gespielt hat. Wir haben konzentriert angefangen und konnten auch in der zweiten Halbzeit weiter nachlegen. Das ist nach der vergangenen Woche nicht selbstverständlich. Ich habe jedoch die ganze Zeit über keine Zweifel gehabt, denn das Team hat gespielt, wie man es von einem Deutschen Meister erwarten kann.“
Thomas König (Trainer TSG Lu.-Friesenheim): „Wir gratulieren dem HSV Handball zur verdienten Deutschen Meisterschaft und zu einem verdienten Sieg. Wir haben heute alles gegeben, aber gegen diese Top-Mannschaft ist kein Friesenheimer Kraut gewachsen.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Es ist sicherlich eine lange Saison, die in absehbarer Zeit zu Ende geht. Aber wir wollen uns gerade jetzt weiterhin gut präsentieren. Das war auch für das heutige Spiel unser Ziel, und ich glaube, es ist uns gelungen, den Fans einen schönen Handball-Abend zu bieten. Gerade in der zweiten Halbzeit sind wir schnell wach gewesen und haben uns den verdienten Vorsprung heraus gespielt.“
Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball): „Wir wollten hier zwei Punkte einfahren und uns natürlich auch das Selbstvertrauen für das kommende Wochenende holen. Das wird alles andere als einfach, aber wir haben uns heute noch einmal gut einspielen können für die Champions League. Schließlich haben wir mit Ciudad Real noch eine Rechnung offen.“
Notizen zum Spiel:
- Auf der Anreise wurde das Team des HSV Handball von seinem Mannschaftsbus am Frankfurter Flughafen abgeholt. Die Hamburger Profis ließen es sich nicht nehmen, die Auflistung der Vereinserfolge am Klub-Vehikel mit Tape um den Schriftzug „Deutscher Meister ‘11“ zu ergänzen. Mit dem Mannschaftsbus macht sich das Team von Trainer Martin Schwalb am Abend auf die Heimreise nach Hamburg.
- Hans Lindberg gelang mit dem 3:1, das der Däne des HSV Handball nach acht Minuten per Siebenmeter erzielte, sein 800. Tor in der TOYOTA Handball-Bundesliga.
- Guillaume Gille legte mit dem 15:7 seinen 650. HBL-Treffer nach (23.).
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