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19.12.10 Zwei unterschiedliche Halbzeiten, ein Sieg!

Mit einem Sieg beim TBV Lemgo baut der HSV Handball seine Siegesserie in der TOYOTA Handball-Bundesliga auf nun 15 gewonnene Partien in Folge aus. In Ostwestfalen behält die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb in einem spannenden Spiel mit 29:27 (18:13) die Oberhand und steht weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze. Vor 8.300 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen entwickelte sich vor der Pause eine Partie mit Vorteilen für die Gäste. Vor allem in Person von Hans Lindberg, der am Ende mit einer 100 %igen Ausbaute und 11 Toren bester Werfer des Spiels wurde, bauten die Hamburger ihre Führung aus. In der zweiten Halbzeit kam der TBV Lemgo Tor um Tor heran, konnte den HSV jedoch nicht mehr abfangen.
Vor der Pause dominiert der HSV – Hans Lindberg zielsicher und fehlerlos
Der HSV Handball zeigte früh, dass er mit dem Ziel nach Ostwestfalen angereist war, im 15. HBL-Spiel in Folge zwei Punkte zu holen. Vor 8.300 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen präsentierte sich vor allem Hans Lindberg, dem die ersten vier Treffer für sein Team gelangen, zielstrebig (4:2, 5. Minute). Über die rechte Hamburger Angriffsseite lief in der Anfangsphase viel, sodass auch Marcin Lijewski gut ins Spiel fand (5:3, 6.). Die Gastgeber hatten dem HSV, der in der Abwehr sehr eng stand und Ballgewinne in mehrere Tempogegenstöße ummünzte, auch in der Folge wenig entgegen zu setzen. Erneut durch drei Tore in Serie erhöhte Hans Lindberg bereits nach einer Viertelstunde auf 12:6. Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb zeigte sich, auch gegen eine offensive Lemgoer Deckung, konsequent in der Ausnutzung der sich bietenden Gelegenheiten. Auf der anderen Seite konnte der HSV mit Johannes Bitter auf einen sehr gut aufgelegten Schlussmann bauen: Der Nationaltorhüter parierte bis zur Pause zehn Bälle. Mit dem 17:10, seinem 11. Treffer, markierte Hans Lindberg, der insgesamt ohne Fehlwurf blieb, den höchsten HSV-Vorsprung vor der Pause (25.). Bis zum Halbzeitpfiff verkürzten die Gastgeber auf 13:18.
Ein anderes Bild nach der Pause – Lemgo verkürzt Tor um Tor
Nach der Pause konnte der HSV den alten Abstand schnell wieder herstellen (22:15, 36.). Obwohl mit Hans Lindberg der gefährlichste Hamburger Angreifer nun durch die Gastgeber aus dem Spiel genommen werden konnte, erspielten sich die Schwalb-Schützlinge sogar eine zwischenzeitliche 25:16-Führung nach 41 Minuten. In der Folge allerdings stockte die Angriffsmaschinerie des Tabellenführers, dem bis zum Schlusspfiff lediglich noch vier Tore gelingen sollten. Auf der anderen Seite traf nun der TBV Lemgo und kam, aus einer aggressiven Deckung heraus agierend, nach und nach heran. Carsten Lichtlein im Tor der Gastgeber hatte in dieser Phase immer wieder seine Hände an den Würfen des HSV und war somit ein Garant, dass der Vorsprung der Gäste innerhalb von zehn Minuten auf zwei Tore schmolz (26:24, 52.). In einer spannenden Schlussphase gelang den Hausherren zwar der Anschlusstreffer, den Ausgleich konnte jedoch der ebenfalls weiter stark aufspielende Johannes Bitter verhindern. Am Ende parierte der HSV-Keeper in der Schlussminute auch einen Siebenmeter gegen Christoph Theuerkauf und sicherte seinem Team somit die zwei Punkte.
TBV Lemgo: Lichtlein (18 Paraden, 1.-60.); Galia n.e.;
Kehrmann 8, Theuerkauf 4/3, Ilyés 3, Strobel 2, Hermann 2, Preiß 2, Datukashvili 2, Liniger 2, Smoler 2, Bechtloff, Schneider
HSV Handball: Bitter (21/1 P., 1.-60.); Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 11/3, M. Lijewski 6, Jansen 4, Hens 3, Kraus 2, Duvnjak 1, Lackovic 1, B. Gille 1, Vori, G. Gille, Flohr, Schröder n.e.
Siebenmeter: 3/4 – 3/3 (Bitter pariert gegen Theuerkauf)
Zeitstrafen: 1 – 1 (Preiß – Hens)
Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 2:2 (4.), 2:4 (5.), 3:4 (6.), 4:5 (7.), 4:8 (10.), 5:8 (11.), 6:9 (13.), 6:12 (16.), 7:12 (17.), 9:14 (20.), 9:16 (23.), 10:16 (23.), 11:17 (27.), 13:17 (29.), 13:18 (30.) – 13:19 (31.), 14:19 (33.), 15:20 (34.), 15:23 (37.), 16:23 (39.), 16:25 (42.), 19:25 (45.), 19:26 (46.), 24:26 (52.), 24:27 (52.), 26:27 (54.), 26:29 (60.), 27:29 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Heute können wir uns über zwei wichtige Punkte freuen. Was wir uns für die Partie vorgenommen haben, funktionierte in der ersten Halbzeit sehr gut: Aus einer sicheren Abwehr konnte wir viele Tempogegenstöße fahren. Bis zum 25:16 hat alles hervorragend geklappt. Dann hat Lemgo aggressiver gedeckt und dahinter stand ein überragender Carsten Lichtlein. Wir haben aber auch zu viele gute Chancen liegen gelassen und dann vier, oder fünf Tore am Stück bekommen. Das darf natürlich nicht passieren. Dennoch großes Kompliment an die Mannschaft, die über weite Strecken des Spiels Vieles gut gemacht hat.“
Volker Mudrow (Trainer TBV Lemgo): „Wir wussten um die Stärken des HSV und wollten ein gutes Spiel machen. Das ging in der ersten Halbzeit deutlich nach hinten los. Unsere leichten Fehler hat der HSV sofort bestraft. Nach der Pause war es besser, mit einigen Umstellungen und einem überragenden Carsten Lichtleint haben wir alles versucht. Am Ende sind wir dennoch enttäuscht und traurig, dass wir verloren haben. Das darf man aber nicht falsch verstehen: Der verdiernte Sieger musste heute HSV heißen.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Ein Sieg beim TBV Lemgo ist immer sehr viel wert. Wir wollten es sicherlich nicht so spannend machen, aber, dass man hier auswärts so hoch führt, ist sicher auch nicht normal. Wir wussten, dass Lemgo nochmal zurück kommen würde.“
Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir hatten das Spiel schon in der Hand, alles lief. Dann gingen ein, zwei Dinge schief und wir hatten einen ganz starken Keeper gegen uns. Das darf uns aber nicht passieren, dass so ein Spiel am Ende wieder so eng wird. Wir sind froh darüber, dass Jogi noch ein paar ganz wichtige Bälle pariert hat.“
Notizen zum Spiel:
- Hans Lindberg gelang bereits mit dem 3:2 nach drei Minuten sein 700. Bundesliga-Tor.
- Marcin Lijewski konnte nach sieben Minuten sein 300. HBL-Tor für den HSV feiern, das zugleich der 450. Pflichtspiel-Treffer des Polen war.
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