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14.09.11 Zweite Saisonniederlage bei den Löwen

Schmerzliches 29:33 (13:18) in Mannheim
Im zweiten Auswärtsspiel der Saison muss der HSV Handball bereits seine zweite Niederlage hinnehmen. Mit 29:33 (13:18) aus Hamburger Sicht endete das Gastspiel bei den Rhein-Neckar Löwen. Vor 7.533 Zuschauern in der SAP Arena in Mannheim fanden die Gäste schwer ins Spiel, kamen nach einem deutlichen Pausenrückstand in der zweiten Halbzeit aber wieder heran. Am Ende hatten die Löwen jedoch nicht nur im ehemaligen Hamburger Krzysztof Lijewski, der neun Mal traf, den erfolgreichsten Schützen in ihren Reihen, sondern siegten auch mit 33:29. Für den HSV Handball, der somit nach drei Spieltagen 2:4 Zähler auf dem Konto hat, erzielte Stefan Schröder acht Tore.
Misslungener HSV-Start und Rückstand zur Pause
Von der ersten Minute an war das Spiel in der mit 7.533 Zuschauern besetzten SAP Arena von einem hohen Tempo geprägt. Dies bestimmten zu Beginn die Gastgeber, die bis zur 6. Minute ein 4:0 heraus werfen konnten und somit den eindeutig besseren Start erwischten. Der HSV Handball scheiterte hingegen in der Anfangsphase mehrmals an Löwen-Torhüter Goran Stojanovic. Nach dem 2:6 aus Sicht der Hamburger (9. Minute) gelangen Blazenko Lackovic, der zweimal in Folge traf, und Domagoj Duvnjak jedoch der Anschlusstreffer (5:6, 12.). Die HSV-Defensive konnte in der Folge allerdings nicht verhindern, dass auch den Mannheimern drei Tore nacheinander gelangen. So sahen die Carlén-Schützlinge nach einer Viertelstunde den alten Rückstand wieder hergestellt (5:9, 16.). Bis zur Pause ging es, zwar nicht mehr mit dem Tempo der Anfangsphase, aber immer noch mit Druck, zwischen beiden Teams hin und her. Der HSV kam über den Kreis zu Toren, unter anderem markierte Igor Vori das 10:12 (21.). In der Abwehr mussten die Gäste jedoch trotz eines agilen Mittelblocks unmittelbar zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Über 14:10 (24.) und 17:13 (30.) hielten die Rhein-Neckar Löwen somit ihre Führung und bauten diese in den Schlusssekunden der ersten Hälfte sogar erstmals auf fünf Tore zum 18:13-Pausenstand aus.
HSV-Comeback nach Wiederanpfiff, aber Löwen-Sieg am Ende
Den Auftakt der zweiten Hälfte nutzte der HSV Handball, mit der gleichen Effizienz zu Werke zu gehen wie der Gegner in Durchgang eins. Durch Ballgewinne in der Abwehr und Tempogegenstöße in Person von Stefan Schröder verkürzten die Hamburger schnell auf 16:18 (33.). Den Anschlusstreffer verhinderte wenig später allerdings wiederum Goran Stojanovic gegen Igor Vori. Der HSV Handball blieb aber dran, verteidigte weiter gut und kam somit nach 38 Minuten auf 20:21 heran. Die nächsten zwei Minuten in Unterzahl überstand der HSV, unter anderem durch eine artistische Abwehraktion von Marcin Lijewski, der einen Pass auf Außen durch einen Sprung in den Kreis abfing, ohne Gegentor. Statt des Ausgleichs entwickelte sich das Spiel in der Folge jedoch wieder zu Ungunsten der Hamburger. Über 22:20 (43.), 24:21 (47.) und 27:23 (51.) bauten die Gastgeber ihren Vorteil bis in die Schlussphase wiederum auf fünf Treffer aus (28:23, 53.). In den letzten Minuten konnte der HSV diesen Rückstand nicht mehr wett machen, auch wenn Stefan Schröder, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, acht Tore gelangen. Am Ende mussten die Hamburger mit 29:33 ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen. Der ehemalige HSVer Krzysztof Lijewski war mit neun Toren der beste Werfer des Abends.
Rhein-Neckar Löwen: Stojanovic (10 P., 1.-46., 47.-60.); Fritz (1/1 P., 46.-47.);
K. Lijewski 9, Gensheimer 6/3, Sesum 4, Bielecki 3, Schmid 3, Groetzki 3, Gunnarsson 2, Lund 2, Müller 1, Roggisch, Ruß
HSV Handball: Bitter (9 P., 1.-48., 53.-60.); Beutler (48.-53.);
Schröder 8, M. Lijewski 6, Lackovic 4, Duvnjak 3, Lindberg 3/2, Vori 3, B. Gille 1, Jansen 1, G. Gille, Hens, Flohr n.e.
Siebenmeter: 3/3 – 2/3 (Lindberg scheitert an Fritz)
Zeitstrafen: 3 – 2 (Gensheimer 2x, Roggisch – Schröder, M. Lijewski)
Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)
Spielfilm: 1:0 (1.), 4:0 (6.), 4:1 (7.), 6:3 (9.), 6:5 (12.), 9:5 (16.), 9:6 (16.), 12:9 (20.), 12:10 (21.), 14:10 (24.), 14:11 (25.), 16:13 (29.), 18:13 (30.) – 18:14 (32.), 18:16 (33.), 19:16 (34.), 21:18 (38.), 21:20 (39.), 22:20 (43.), 23:21 (45.), 24:21 (47.), 26:23 (50.), 28:23 (53.), 28:25 (54.), 30:27 (58.), 32:29 (59.), 33:29 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Das Wichtigste für uns ist es jetzt, am Sonntag in der eigenen Halle Selbstvertrauen zu tanken. Das ist unser Ziel Nummer eins. Wir haben noch 31 Spieltage vor uns: In der jetzigen Situation ist es wichtig, das zu wissen. Heute sind wir gut in die zweite Halbzeit gekommen, der Knackpunkt war in meinen Augen unser Angriff beim 20:21, den wir nicht erfolgreich abschließen können und im Gegenzug ein Tor kriegen. Diesen Rückstand haben wir nicht mehr ausgleichen können.“
Gudmundur Gudmundsson (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Wir sind natürlich glücklich über diesen Sieg. Aber ich glaube auch, dass er nicht unverdient zustande gekommen ist. Wir haben lange gekämpft, was man gegen den HSV immer machen muss, und einen guten Tag erwischt.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir wollten die Chance nutzen, wieder in die Spur zu kommen. Dass wir unsere Linie nicht gefunden haben ist sehr enttäuschend. Jetzt müssen wir uns schütteln und weitermachen. Wir müssen hart arbeiten und alles dafür tun, dass wir jetzt möglichst schnell in die Spur finden.“
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