08.04.08 -
Als die HSV-Handballer nach dem 27:34 im Champions-League-Hinspiel bei Ciudad Real in ihre Umkleide trotteten, war die Stimmung auf dem Gefrierpunkt. Wut, Frust und Enttäuschung über ihre Leistung. Als „Krönung“ explodierte dann auch noch Martin Schwalb in der Kabine – Strafpredigt!
Aber nur wenige Minuten später waren die HSV-Stars schon wieder kämpferisch. „Für uns ist trotzdem noch was drin“, sagt Käpt‘n Guillaume Gille stellvertrend für alle.
Die Schlacht um die „8“.
Um doch sicher ins Finale einzuziehen, muss der HSV das Rückspiel am Freitag (19.15 Uhr, Color Line Arena) mit acht Toren Differenz gewinnen.
„Das wird ganz, ganz schwer. Ist aber nicht unmöglich. In der Vergangenheit haben andere schon deutlich höhere Rückstände noch gedreht“, sagt HSV-Geschäftsführer Piet Krebs...
...und rief bereits Sonntag Abend das „Projekt 8“ ins Leben. Für das ALLE kämpfen. Team, Bosse und Fans.
Krebs: „Unsere Arena ist Freitag mit 13000 Menschen ausverkauft. Wenn alle alles dafür tun, können wir doch noch ins Finale einziehen.“
„Gebt8!“. „8ung, fertig, los!“ – nur zwei Beispiele für die neue Motivation. „Der Fantasie der Fans soll keine Grenzen gesetzt sein“, sagt Krebs. „Wir werden Freitag 10000 Klatschen zum Lärm machen verteilen.“ Damit das 8-Tore-Wunder Wirklichkeit wird.
Die Schlacht um die Acht!
Von Dirk Wietzmann und Alex v. Kuczkowski
