24.07.08 -
Für die einen ist es das Ende der Ferienzeit, für Matthias Flohr das Ende einer Leidenszeit. Viereinhalb Monate nach seinem Kreuzbandeinriss meldet sich der Linksaußen heute beim Trainingsauftakt der HSV-Handballer zurück (10 Uhr, Jahnkampfbahn). "Ich habe Riesenlust darauf, dass es wieder losgeht", sagt Flohr, "das Knie fühlt sich ganz gut an." Seit Ende März hat der 26-Jährige in der Rehabilitation für sein Comeback geschuftet, zwei bis drei Stunden pro Tag, sechs Tage die Woche. Auch den Handball hat er immer mal wieder in die Hand genommen. Nur wie das lädierte Gelenk auf die Belastung des Zweikampfs reagiere, kann der Abwehrspezialist noch nicht abschätzen: "Ich werde jedenfalls nichts überstürzen und mich vernünftig reinsteigern."
Der Ernstfall wird sich ohnehin schwer simulieren lassen. Gut fünf Wochen vor dem Super-Cup-Spiel gegen Meister THW Kiel am 30. August in München steht Hamburgs Trainer Martin Schwalb nur die Hälfte seines 18er-Kaders zur Verfügung. Neun Spieler bereiten sich mit ihren Nationalteams auf Olympia vor. Flohr kennt diese missliche Situation: "Der Schwerpunkt wird zwangsläufig auf der Kleingruppenarbeit liegen."
Für Oleg Velyky ist es die erste Trainingseinheit überhaupt beim HSV. Der Nationalspieler hatte sich bei der EM im Januar wenige Tage nach seinem Wechsel nach Hamburg einen Kreuzbandriss zugezogen, kurz darauf wurde erneut Hautkrebs diagnostiziert. Die Erkrankung soll inzwischen "unter Kontrolle" sein, auch das Knie bereite keine Probleme mehr.
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