03.09.08 -
Neun HSV-Stars waren bei den Olympischen Spielen in Peking im Einsatz.
HSV-Trainer Martin Schwalb (45) konnte vorm Liga-Start heute gegen
Wetzlar nur viermal mit kompletter Truppe trainieren.
Das Interview.
BILD: War das die kurioseste Vorbereitung Ihrer Karriere?
Schwalb: „Ohne Wenn und Aber. An so eine Dichte von Olympia-Fahrern
kann ich mich nicht erinnern. Dass 9 Spieler aus einem Team weg sind,
ist außergewöhnlich. So ist alles natürlich schwerer als sonst.“
BILD: Wieviel Wochen Arbeit mit ganzem Team fehlen?
Schwalb: „Drei bis vier intensive Wochen ohne Spiele dazwischen.“
BILD: Wie lange brauchen Sie, um das aufzuholen?
Schwalb: „Im laufenden Spielbetrieb zwei bis drei Monate. Durch die
schwere Verletzung von Pascal Hens (fällt mit Schienbeinkopf-Bruch bis
Jahresende aus, d. Red.) haben die Neuen noch weniger Zeit, sich
einzugewöhnen.“
BILD: Der Erfolgsdruck, der auf Ihnen lastet, ist groß.
Schwalb: „Erst mal freue ich mich über unsere vier neuen Spieler. Und,
dass ich mitbestimmen darf, wer geholt wird. Ich bin mir meiner
Verantwortung, das Beste aus diesem Team rauszuholen, bewusst.“
BILD: Wann werden Sie dieser Verantwortung gerecht?
Schwalb: „Wenn Hamburg sieht, dass ein Team auf dem Parkett steht, das
gemeinsame Ziele, positive Ausstrahlung und eine ausgefeilte Taktik
hat.“
BILD: Wann ist die Saison für Sie erfolgreich?
Schwalb: „Wenn wir so lange wie möglich um alle Titel mitspielen. An
unser Leistungslevel herankommen.“
BILD: Wann wäre sie eine Enttäuschung?
Schwalb: „Wenn die Manschaft auf ihrem jetzigen Leistungsstand bleibt,
sich nicht weiterentwickelt.“
BILD: Was ist das Minimalziel in dieser Saison?
Schwalb: „Das Erreichen der 2. Gruppen-Phase in der Champions League.
Die erneute CL-Quali über die Liga.“