08.09.08 -
In der Handball-Bundesliga hat der Kampf um Holger Glandorf begonnen. Der 25 Jahre alte Weltmeister hat signalisiert, die finanziell angeschlagene HSG Nordhorn verlassen zu wollen, wenn es dem Verein das Überleben sichert. Bis zu 800 000 Euro fehlen dem Europapokalsieger zur Deckung des Saisonetats, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Lohnsteuerhinterziehung. Nachdem Glandorf dem FC Barcelona eine Absage erteilt hat, buhlen die Rhein-Neckar Löwen, Kiel und Lemgo um die Dienste des Linkshänders. Der HSV Hamburg, der sich Anfang des Jahres um Glandorf bemüht hatte, bietet nicht mit. "Wir haben einen hervorragenden Kader, wir laden nicht nach", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph. Glandorf dürfte rund 500 000 Euro Ablöse und ein Jahresgehalt von 300 000 Euro kosten. Als Favorit des Pokers gilt Lemgo.
Der HSV bereitet sich heute und morgen in Bad Segeberg auf das zweite Saisonspiel gegen Essen vor (Mittwoch, 20.15 Uhr, Color-Line-Arena). Trainer Martin Schwalb steht dabei vor der schwierigen Aufgabe, seinen acht strapazierten Olympiafahrern die dringend erforderliche Zeit zum Regenerieren zu geben und sie gleichzeitig auf sein taktisches Konzept einzustimmen. "Das ist die Quadratur des Kreises. Wir werden in den nächsten Wochen die Spiele über die individuelle Klasse entscheiden müssen", sagt Sportchef Christian Fitzek. Hinzu kommt, dass Guillaume Gille (Knie), Torsten Jansen (Wade) und Marcin Lijewski (Fuß) angeschlagen sind. HSV-Geschäftsführer Peter Krebs: "Wir müssen jetzt Geduld haben."
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