25.09.08 -
Die HSV-Handballer haben ihren Nimbus gewahrt und im DHB-Pokal auch das 14. Auswärtsspiel seit Vereinsgründung unbeschadet überstanden. Bei der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg zogen die Hamburger mit 40:28 (20:15) locker in die dritte Runde ein, die am Sonnabend ausgelost wird.
Vor 650 Zuschauern in der Hermann-Gieseler-Halle, unter ihnen neun mitgereiste HSV-Fans, konnte die junge Magdeburger Zweitligareserve die Partie nur bis zum Stand von 13:14 (22. Minute) ausgeglichen gestalten. Fünf Minuten später freilich stand es 13:19 und der HSV-Sieg nicht mehr infrage.
Dafür bürgte schon der unfassbare Auftritt Hans Lindbergs. Den 28:22-Bundesligasieg gegen Magdeburgs Elitehandballer am Sonnabend hatte der Europameister wegen einer Überstreckung des Ellbogens noch als Zuschauer erlebt. Gestern spielte er - und zwar mit dem Gegner, wie er wollte. 15 Tore standen am Ende für den dänischen Rechtsaußen auf dem Statistikbogen und eine außergewöhnliche Erfolgsquote von 94 Prozent: Ein einziger seiner elf Versuche aus dem Feld hatte das Magdeburger Tor verfehlt.
"Da waren ein paar Sensationswürfe dabei", schwärmte Christian Fitzek. Der sportliche Leiter sah den Zweck der Dienstreise im Übrigen voll erfüllt: "Alle haben ihre Spielanteile bekommen, und wir konnten in der Deckung etwas experimentieren."
Allerdings hätten sich doch einige Abwehrlücken aufgetan: "Da wartet noch viel Arbeit auf uns." Viel Zeit bleibt nicht. Am Sonnabend erwartet der TV Großwallstadt das Team von Trainer Martin Schwalb (19 Uhr/live im Internet bei HBL.TV).
Tore, Magdeburg II: Gerlich 6, Böhm 5, Lindt 5 (2 Siebenmeter), Reichmann 4 (1), Hagen 2, Auerbach 2 (1), Munzert 1, Rindert 1, Metzner 1, Cossbau 1; Hamburg: Lindberg 15 (5), K. Lijewski 5, Schult 4, Schröder 3, B. Gille 4, Niemeyer 2, Jansen 2, Grimm 1, G. Gille 1, Grundsten 1, M. Lijewski 1, Torgowanow 1. Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin). Zuschauer: 650. Zeitstrafen: 1; 5.
HA
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