02/09/11 Gelungener Start gegen Wetzlar

HSV Handball gewinnt mit 35:27 (17:11) gegen die HSG Wetzlar

Mit einem Sieg startet der HSV Handball in die zweite Hälfte der TOYOTA Handball-Bundesliga: Am 20. Spieltag feierten die Hamburger einen 35:27 (17:11)-Erfolg über die HSG Wetzlar. Damit verbucht das Team von Trainer Martin Schwalb weitere zwei Punkte und verteidigt seine Tabellenführung mit nun 38:2 Zählern. Vor 8.809 Zuschauern in der O2 World Hamburg fanden die Gastgeber gut ins Spiel. Vor allem durch Treffer aus dem Rückraum setzte sich der HSV bereits früh ab und sicherte sich souverän den 19. HBL-Erfolg in Serie. Mit je sieben Toren erzielten Pascal Hens und Domagoj Duvnjak die meisten Tore im Spiel.

Starker HSV-Rückraum bringt Gastgeber in Front

Zum Auftakt in die zweite Saisonhälfte startete der HSV Handball in Unterbesetzung. Im ersten Rückrundenspiel nach der WM-Pause mussten die Hamburger mit Guillaume Gille, Krzysztof Lijewski, Michael Kraus und Blazenko Lackovic gleich auf vier angeschlagene Spieler verzichten. Dennoch zeigten sich die Gastgeber von Beginn an frisch motiviert für einen erfolgreichen Start in die „härteste Rückrunde aller Zeiten“, wie Trainer Martin Schwalb es formulierte. In der Offensive dominierte Dynamik das Spiel der Hamburger, die mit Pascal Hens in den ersten Minuten einen sicheren Schützen und übersichtlichen Spielgestalter hatten. Im Zusammenspiel mit Igor Vori am Kreis, der die HSG-Abwehr durch Körpertäuschungen gekonnt an den Sechsmeter-Kreis drängte, legte Hens zielstrebig vor: Nach fünf Minuten markierte er das 4:2 und legte beim 8:5 (12. Minute) und 9:6 (13.) nach. Doch nicht nur die Nummer 23 des amtierenden Spitzenreiters zeigte sich mutig und treffsicher. Die Torchancen boten sich den Hamburgern überwiegend im Rückraum und dieser verwertete den Großteil seiner Chancen. Mit dem 10:6 (15.) baute Marcin Lijewski den Hamburger Vorsprung zum ersten Mal auf vier Tore aus, Domagoj Duvnjak erzielte beim 14:10 (23.) bereits seinen dritten Treffer. Eine doppelte Überzahl konnte kurz vor Ende der ersten Hälfte zudem gewinnbringend genutzt werden: So ging es mit 17:11 in die Halbzeitpause.

Hamburger bringen den Sieg sicher nach Hause

In den zweiten Durchgang gingen die Hamburger mit Rasanz. Auf ein frühes Schlagwurf-Tor von Pascal Hens folgte per Gegenstoß der sechste Treffer von Hans Lindberg, an den Torsten Jansen aus dem Rückraum das 20:12 (34.) hängte. Sowohl mit der 3-2-1-Abwehrformation aus der ersten Hälfte, als auch der 6:0-Variante im zweiten Durchgang bereiteten die Hamburger ihren Gästen Probleme. Oftmals frühzeitig konnten die HSV-Handballer so den Ball für sich gewinnen. Auf diese Weise und mit Gegenstoßschütze Domagoj Duvnjak verteidigten die Hamburger in der 45. Minute ein weiteres Mal ihren Acht-Tore-Vorsprung (25:17).  In der folgenden Spielphase drehten die Mittelhessen dann etwas auf und die Hamburger zeigten leichte Schwächen im Abschluss. So verkürzten die Gäste mit einer Dreier-Serie auf 26:21 (48.). Den Hamburger Befreiungsschlag setzte in der 50. Minute der kurz vorher für Hans Lindberg eingewechselte Stefan Schröder mit seinem Treffer zum 27:21. Von da an holte sich der HSV seine Sicherheit wieder zurück. Schritt für Schritt erkämpften sich die Hamburger die Bälle und zeigten ihre Varianten in der Offensive. Per Unterarmwurf hämmerte Marcin Lijewski den Ball ins Netz, mit einem Heber nach einem Kempa-Trick erhöhte Stefan Schröder und Eins-gegen-Eins wackelte sich Matthias Flohr in der Mitte durch die Abwehr und stellte den Acht-Tore-Vorsprung erneut her (32:24, 56.). Zum Ende hin ließen sich die Gastgeber diesen auch nicht mehr nehmen: Mit 35:27 gewinnt der HSV Handball sein 19. HBL-Spiel in Folge. Mit jeweils sieben Treffern zeigten sich Pascal Hens und Domagoj Duvnjak als erfolgreichste Treffer.

HSV Handball: Bitter (8 P., 1.-44.); Sandström (2 P., 44.-60.);
Hens 7, Duvnjak 7, Lindberg 6/3, M. Lijewski 5, Schröder 4, Jansen 3, Flohr 1, Vori 1, B. Gille 1, Lackovic n.e., Schulze n.e., K. Lijewski

HSG Wetzlar: Hacko (7 P., 1.-30.); Christian (51.-60.);
Müller 7, Kristjansson 6, Harmandic 3, Friedrich 3/1, Jungwirth 2, Hahn 2, Schmidt 1, Rompf 1, Salzer 1, Mraz 1, Valo, Sandu n.e.

Siebenmeter: 3/3 – 1/1

Zeitstrafen:  3 – 3 (Duvnjak 2x, Jansen– Müller, Friedrich, Valo)

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim / Hemsbach)

Spielfilm: 2:0 (2.), 2:2 (4.), 4:2 (6.), 4:4 (6.), 6:4 (8.), 6:5 (10.), 8:5 (12.), 8:6 (12.), 10:6 (15.), 10:7 (15.), 11:7 (17.), 11:8 (17.), 12:8 (18.), 12:10 (21.), 15:10 (25.), 15:11 (26.), 17:11 (30.) – 19:11 (33.), 19:12 (34.), 20:12 (34.), 20:13 (34.), 21:13 (35.), 21:15 (38.), 22:15 (38.), 22:16 (39.), 23:16 (40.), 23:17 (40.), 25:17 (45.), 25:18 (45.), 26:18 (46.), 26:21 (48.), 27:21 (50.), 27:22 (51.), 28:22 (52.), 28:23 (52.), 29:23 (52.), 29:24 (53.), 32:24 (56.), 32:25 (56.), 33:25 (57.), 33:26 (58.), 35:26 (59.), 35:27 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Meiner Ansicht nach haben wir in der ersten Halbzeit im Angriff einen guten Ball gespielt. So konnten wir die stabile Abwehr der HSG gut auseinander ziehen und die Lücken nutzen. Wir hatten aber auch einige Abstimmungsprobleme und haben einige Chancen liegen gelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns insgesamt schwerer getan und hätten sicherlich einige Hände mehr am Gegner haben können. Es war ein Eröffnungsspiel und angesichts der personellen Lage haben wir uns gut geschlagen. Wir haben aber auch einen Arbeitsauftrag für die nächsten Spiele bekommen und können uns sicherlich noch steigern.“

Gennadij Chalepo (Trainer HSG Wetzlar): „Wir haben uns gegen eine Super-Mannschaft gut verkauft. In der ersten Halbzeit wussten wir zwar nicht, wo wir nach der Winterpause so stehen. Dafür war das 11:17 ganz ok. Auch wenn wir in der zweiten Halbzeit besser gespielt haben, war es wohl kein so schweres Spiel für Hamburg.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Es war ein tolles Gefühl, wieder zu Hause ran zu dürfen und die Fans haben eine gute Stimmung gemacht. Für den Anfang war das Spiel auch ganz ok. Wir freuen uns, dass wir die wichtigen Punkte geholt haben.“

Pascal Hens (Kapitän HSV Handball): „Wir hatten uns für das erste Spiel einiges vorgenommen und einiges hat auch geklappt. Dafür, dass so viele Spieler angeschlagen waren, war es ein gelungener Auftakt. Sicher können wir offensiv noch besser agieren, aber wir nehmen den wichtigen Sieg heute mit für das Spiel in Magdeburg.“

Andreas Rudolph (Präsident HSV Handball): „Wir wussten heute nicht so recht, wo wir stehen. Jetzt sind wir glücklich über den Sieg und darüber, dass wir noch 14 Spiele in dieser Saison vor uns haben, die wir genau so angehen wollen.

Im Übrigen möchte ich noch zu zwei Dingen Stellung beziehen: Zum einen werde ich wie geplant in keine weitere Amtsperiode als Präsident des HSV Handball gehen. Ich werde jedoch weiterhin, auch über den 30. Juni hinaus, dem Verein zur Verfügung stehen. Sofern die Mitglieder des HSV Handball zustimmen, möchte ich meine Anteile an der Betriebsgesellschaft erhöhen und somit weiterhin Verantwortung übernehmen. Und ich hoffe sehr, dass die umfangreiche Jugendarbeit und Talentförderung in unserem Verein eines Tages Früchte trägt, und ein Spieler aus unserer Jugend den Sprung hier auf das Parkett der O2 World schafft.

Zum zweiten möchte ich zur Person Dierk Schmäschke sagen, dass es ja in gewisser Weise eine Ehre ist, wenn ein anderer Verein um die Dienste eines langjährigen und erfolgreichen Mitarbeiters buhlt und ihm ein Angebot macht. Der Aufsichtsrat des HSV, der den kommenden Präsidenten bestellen wird, steht mit Dierk in Gesprächen und wird diese Gespräche in den nächsten Tagen weiter fortführen.“

Notizen zum Spiel:

  • Die HSV E-Jugend setzte sich im Vorspiel gegen den SC Wentorf mit 25:11 (11:5) durch.
  • Mit seinem Treffer zum 17:11-Halbzeitstand erzielte Domagoj Duvnjak sein 250. Pflichtspiel-Tor für den HSV Handball.
  • Als Marcin Lijewski zum 24:17 (42.) traf, erzielte er gleichzeitig sein 100. Bundesliga-Tor in der laufenden Saison.