10/06/11 HSV bezwingt Constanta in der CL
Souveräner 34:26 (17:12)-Auswärtserfolg in Rumänien
Seinen zweiten Auftritt in der VELUX EHF Champions League konnte der HSV Handball erfolgreich gestalten und den HCM Constanta im rumänischen Buzau mit 34:26 (17:12) souverän schlagen. In der Romeo Iamandi Halle begann das Spiel zunächst ausgeglichen, bevor das Team von Trainer Per Carlén die Abwehr stabilisierte und durch die daraus resultierenden Gegenstöße und einfachen Treffer bereits zur Halbzeit mit 17:12 in Führung lag. In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der es aber die Gäste waren, die ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten. Zwar gelang es Constanta Mitte der zweiten Halbzeit nochmals etwas zu verkürzen, aber der Deutsche Meister setzte sich in der Folge wieder ab und konnte so seine Auswärts-Tour und die spielreiche Woche, mit vier Partien in acht Tagen, mit vier Siegen erfolgreich gestalten. Erfolgreichster Werfer des HSV, der auf Michael Kraus (Aufbautraining nach Innenbandriss), Marcin Lijewski (Sprunggelenks-OP), Oscar Carlén (Kreuzbandriss) und Igor Vori (leichte Kapselprobleme im Knie) verzichten musste, wurde Domagoj Duvnjak mit acht Treffern. Die Kernspin-Untersuchung, der sich Igor Vori am gestrigen Mittwoch sicherheitshalber unterzog, ergab keine schwerwiegende Verletzung, sodass er im anstehenden Nord-Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt am kommenden Dienstag, 11. Oktober, um 20.15 Uhr in der O2 World Hamburg spielen wird.
Nach ausgeglichener Anfangsphase deutliche Führung zur Halbzeit
Das erste Tor des Spiels erzielte der HSV Handball durch Hans Lindberg in der zweiten Minute. Danach verliefen die weiteren Minuten zunächst ausgeglichen, doch über 2:2 (8. Minute) konnten die Rumänen bis zur zehnten Minute eine 4:2-Führung vorlegen. Die Abwehr der Hamburger stabilisierte sich in der Folge aber, und der HSV konnte so über das 5:5 durch Pascal Hens (15.), mit sechs weiteren Treffern in Folge auf 11:5 (20.) davonziehen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie setzte Per Carlén, bis auf Marcel Schliedermann, alle seine zur Verfügung stehenden Spieler ein. Die Gastgeber konnten ihren Rückstand bis zur 23. Minute zwar auf vier Tore (8:12) verkürzen, mussten danach aber erneut vier HSV-Tore in Folge zulassen, sodass die Hamburger ihren Vorsprung in der 27. Minute auf 16:8 ausbauen konnten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte war es wieder das Team von Ion Craciun dem drei Tore in Serie gelangen (11:16, 29.) und nach jeweils einem weiteren Treffer ging es beim Stand von 17:12 aus Hamburger Sicht in die Kabinen.
Mit allen Spielern zum verdienten Auswärtssieg
Der zweite Durchgang begann, wie schon die erste Hälfte, ausgeglichen. So blieb es bis zur 35. Minute, beim Stand von 19:14 für den HSV, bei der Hamburger Fünf-Tore-Führung. In der Folge fielen die Tore in kleinen Serien. Torsten Jansen, mit seinem 200. Europapokal-Tor für den HSV, und Hans Lindberg erhöhten auf 21:14 (37.), jedoch konnten auch die Rumänen zwei Treffer in Folge erzielen und stellten den alten Rückstand bei 16:21(40.) wieder her. Durch einen erneuten 3:1-Lauf der Hamburger, stand es eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff 23:16 für die Hansestädter, aber auch nach diesem Rückstand kämpfte sich der Rumänische Meister, begünstigt durch einige HSV-Fehler, zurück in die Partie und verkürzte in der 47. Minute wieder auf vier Tore (20:24). Dem ließ nun wieder der Deutsche Meister vier Tore durch Renato Vugrinec, Blazenko Lackovic und zwei Mal Domagoj Duvnjak folgen, sodass die Partie in der 52. Minute beim Stand von 28:20 entschieden war. In der 58. Minute bauten die Hamburger ihren Vorsprung erstmals auf zehn Tore (32:22) aus. Per Carlén wechselte weiter durch und setzte alle Spieler ein, sodass auch Marcel Schliedermann sich in die Torschützenliste eintragen konnte und den letzten HSV-Treffer zum 34:25 (60.) erzielte. Mit dem letzten Treffer der Partie verkürzte Constanta noch auf 26:34 (60.), aber der HSV gewann auch sein viertes Spiel innerhalb von acht Tagen verdient, und hat nun bis Dienstag Zeit sich auf das Nord-Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt vorzubereiten.
HCM Constanta: Popescu (5 Paraden, 1.-30.; 55.-60.); Stanescu ( 3 P., 30.-55.);
Csepreghi 5, Irimescu 4, Sabou 4, Sadoveac 3, Toma 2, Angelovski 2, Buricea 2, Riganas 2, Novanc 1, Simicu 1, Stamate, Ghionea, Adzic n.e., Criciotoiu n.e.
HSV Handball: Bitter (9 Paraden., 1.-50. ); Beutler (1 P., 50.-60.);
Duvnjak 8, Jansen 5, Lindberg 5/2, Lackovic 4, Schröder 3, Vugrinec 3, B. Gille 2, Hens 2, Flohr 1, Schliedermann 1, G. Gille.
Siebenmeter: 0/0 – 2/2
Zeitstrafen: 0 – 2 (Schröder, G. Gille)
Schiedsrichter: Ivan Mosorinski / Aleksandar Pandzic (SRB)
Spielfilm: 0:1 (2.), 2:1 (7.), 2:2 (8.), 4:2 (10.), 4:4 (12.), 5:5 (15.), 5:9 (18.), 5:11 (20.), 7:11 (21.), 8:12 (23.), 8:16 (27.), 11:16 (29.), 12:17 (30.) – 13:18 (34.), 14:19 (35.), 14:21 (37.), 16:21 (40.), 16:23 (43.), 17:24 (44.), 20:24 (47.), 20:28 (52.), 22:29 (54.), 22:32 (57.), 23:33 (58.), 25:33 (59.), 26:34 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Nach vier Spielen in acht Tagen sind die Beine natürlich müde, aber dafür war es ein sehr gutes Spiel. Die Abwehr hat mir besonders gut gefallen. Trotz des kleinen Kaders haben wir viel gewechselt und ich finde es war das beste Spiel der Saison.“
Ion Craciun (Trainer HCM Constanta): „Glückwunsch zum Sieg. Wir haben über die gesamte Spielzeit kein Mittel gegen den HSV gefunden und die gute Abwehr des HSV hat uns zu vielen Fehlern gezwungen. Sie sind eine der besten Mannschaften der Welt, auch wenn sie viele Ausfälle haben.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Nur am Anfang waren wir nicht ganz so sicher, aber wir haben uns konzentriert und dadurch auch verdient gewonnen. Unsere Quote im Angriff war deutlich besser als in den vergangenen Spielen, was auch an der guten Abwehr lag.“
Renato Vugrinec (Rückraumspieler HSV Handball): „Es war ein wichtiges Spiel für uns nachdem wir nach den letzten Spielen etwas enttäuscht waren. Heute haben wir viel besser gespielt und eine sehr bewegliche 3-2-1 Deckung gestellt, mit der der Gegner nicht klar kam. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und brauche noch ein paar Spiele. Aber die Mannschaft hilft mir super und es macht mir riesen Spaß beim HSV.“
Notiz zum Spiel:
- Torsten Jansen erzielte mit seinem vierten Treffer zum 20:14 in der 36. Minute, sein 200. Europapokal-Tor für den HSV.

